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Solingen
Gasleck sorgte für Verkehrschaos in der City

Solingen: Gasleck sorgte für Verkehrschaos in der City
Grund für den Gasaustritt war ein Schaden am Kondensatsammler der Gasleitung. Mitarbeiter der Stadtwerke-Tochter Netze Solingen dichteten das Leck ab. FOTO: Kempner Martin
Solingen. Über Stunden hinweg war gestern die Konrad-Adenauer-Straße zwischen Mühlenplatz und Schlagbaum gesperrt. Von Uwe Vetter und Martin Oberpriller

Ausnahmezustand in der Solinger Innenstadt: Nachdem bei Bauarbeiten an der Konrad-Adenauer-Straße gestern Morgen eine Gasleitung beschädigt worden war, bestand zwischenzeitlich akute Explosionsgefahr, so dass große Teile der City bis zum späten Vormittag gesperrt werden mussten.

Der erste Alarm hatte die Feuerwehr um 9.28 Uhr erreicht. Sofort rückten die Einsatzkräfte mit voller Stärke zum Unglücksort an der Kreuzung Konrad-Adenauer-Straße /Merianstraße aus. Die alarmierte Polizei sperrte die Hauptverkehrsachse zwischen Schlagbaum und Schwestern- beziehungsweise Mummstraße. Aufgereiht wie an einer Perlenschnur standen die Stadtwerke-Busse auf der Konrad-Adenauer-Straße bis zum Rathaus. In Gegenfahrtrichtung war in Höhe des Theater und Konzerthauses Schluss - nichts ging mehr. Die Fahrgäste mussten entweder zu Fuß weiter oder aber mit einem Taxi fahren. Über Stunden hinweg war die Konrad-Adenauer-Straße zwischen Mühlenplatz und Schlagbaum nicht befahrbar.

Für diese Linienbusse war kurz vor dem Rathaus Endstation. FOTO: Martin Kempner

Durch die Sperrung der Hauptverkehrsstraße und einiger Nebenstraßen in unmittelbarer Nähe der Unglücksstelle kam es zu erheblichen Behinderungen auch auf anderen Straßen in der Innenstadt. Gegen 10 Uhr morgens zogen sich die Staus beispielsweise vom Schlagbaum über die Kronprinzen- und die Weyersberger Straße bis hin zur Friedrichstraße. Stadtauswärts war für die Autofahrer wiederum auf der Goerdelerstraße Geduld gefragt.

Wer konnte, drehte ab und versuchte, über die Cronenberger Straße oder aber die Mummstraße ans Ziel zu gelangen - mit entsprechenden Umwegen. Über die kleine Zufahrt an der Schwesternstraße, die eigentlich nur für die Tiefgarage zu den ehemaligen Clemens-Galerien eingerichtet wurde, wurde gestern Vormittag kurzerhand für den Durchgangsverkehr freigegeben. Selbst größere Lastwagen kurvten dort herum, um auf die Cronenberger Straße zu gelangen.

Da zunächst nicht abgesehen werden konnte, wie gefährlich die Lage nach dem Gasaustritt war, der bei den Umbauarbeiten an der Konrad-Adenauer-Straße Feuerwehr entstanden war, bat die Feuerwehr die Anwohner, ihre Häuser nicht zu verlassen. Auch Mitarbeiter des Rathauses sollten an ihrem Arbeitsplatz bleiben. Dort herrschte aber - trotz eines aufgestellten Schildes "Explosionsgefahr" - vor dem Haupteingang normales reges Treiben. Zeitgleich war ein rot-weißes Absperrband von der Polizei befestigt worden, damit kein Unbefugter die Unglücksstelle betreten konnte. Zumal keine zehn Meter entfernt vom Haupteingang des Rathauses ein Baggerfahrer die beschädigte Leitung freilegte. Grund für den Gasaustritt sei ein Schaden am Kondensatsammler der Gasleitung gewesen, teilte später die Stadtwerke-Tochter Netze Solingen mit.

Feuerwehrleute aus allen drei Solinger Berufsfeuerwehrwachen waren im Einsatz. Und zudem bemühten sich Mitarbeiter der ebenfalls alarmierten Stadtwerke, das Leck an der beschädigten Leitung abzudichten.

Gegen Mittag konnte die Sperrung der Konrad-Adenauer-Straße dann wieder aufgehoben werden. Gleichwohl musste eine Spur der Hauptverkehrsachse noch bis zum Einsetzen des Berufsverkehres stadtauswärts zwischen Mühlenplatz und Merianstraße weiter gesperrt bleiben. Das sorgte für zusätzliche Behinderungen, allerdings nicht in dem Umfang wie am Vormittag. Stadteinwärts konnten beide Fahrspuren wieder genutzt werden.

Einige Linienbusse saßen indes fest - vor allem die, die auf der Adenauer-Straße gestrandet waren. Für andere Busse konnten Umleitungen eingerichtet werden. Am Wendehammer vor der Volksbank an der Mummstraße wurden die Busse der Linien 681 bis 684 sowie 690, 692, 693, 695 und 698 über Weyersberg und Mangenberg umgeleitet. So entstanden Verspätungen von bis zu 30 Minuten, erst gegen 13 Uhr fuhren die Busse wieder planmäßig.

Quelle: RP
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