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Solingen
Gefäßtag mit Tipps zur sportlichen Vorbeugung

Solingen. Zur 18. Auflage im Clemenssaal kamen Samstag wieder zahlreiche Besucher, um sich zu informieren. Von Sandra Grünwald

Bereits zum 18. Mal lockte der Solinger Gefäßtag am Samstag zahlreiche Interessierte in den Clemenssaal. Hier gab es die Möglichkeit, verschiedene Messungen kostenfrei durchführen zu lassen - Blutdruck und Blutzucker etwa. Das Sanitätshaus Foullon bot Venenmessungen an, bei welchen die venöse Auffüllzeit und die Pumpleistung festgestellt wurden.

Wer sich jedoch einer Messung der Bauchschlagader unterziehen wollte, musste Geduld mitbringen. Die Schlange der Wartenden wuchs beständig. Infomaterial boten Sanitätshäuser und Selbsthilfegruppen an. Blutdruckpässe verteilte Aspen Germany. Dass Stützstrümpfe inzwischen auch sexy sein können, bewiesen die Trendfarben, die das Sanitätshaus Vital vorstellte. Cranberry und Lavender, aber auch Cherry zeigen Farbenfreude.

Der Gefäßtag, der von der PAVK Selbsthilfegruppe und dem Gefäßzentrum Solingen veranstaltet wurde, hatte mehrere Schwerpunktthemen: Durchblutungsstörungen der Beine, Krampfadern, Thrombose und Herzrhythmusstörungen. Dazu gab es zwei Seminare mit Vorträgen über mögliche Ursachen von Wadenkrämpfen, über Herzschlagaderverstopfungen und ihre Auswirkungen, über Vorhofflimmern sowie über die Behandlungsmöglichkeiten von Krampfadern, über Venenthrombose und Lungenembolie.

Auch die PAVK Gefäßsportgruppe sowie die Venensportgruppe im Ohligser Turnverein (OTV) stellten sich vor. Günter Schlemper von der Abteilung Freizeit- und Gesundheitssport im OTV plädierte für mehr Bewegung. Dabei bedauerte er, dass viele bereits aufgeben würden, bevor sie es versucht hätten. "Alter zählt nicht", sagte Schlemper, der jeden Mittwoch die "Nordic Walking Soft"-Gruppe ab 9.30 Uhr durch die Ohligser Heide führt. "Wir haben einen 81-Jährigen dabei. Inzwischen läuft er die 45 Minuten mit." Ein Beispiel dafür, dass Bewegung den Beinen auf die Sprünge helfen kann. "Wir arbeiten ohne Pillen", betonte Schlemper. Aktiv sein sei die Medizin. Dabei mache Sport vor allem gemeinsam Spaß. "Wenn alle drei Gruppen zusammenkommen, sind wir über vierzig Leute", sagte Günter Schlemper.

Neben dem vorbeugenden Nordic Walking bietet die Venen-Rehasportgruppe jeden Mittwoch ab 10 Uhr ein Venentraining in der OTV-Halle an. Ein regelmäßiges Gehtraining veranstaltet die PAKV-Gefäßsportgruppe des OTV mit dem Klinikum. Wer also seine Venen nicht einrosten lassen will, sollte auf Bewegung achten.

Quelle: RP
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