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Solingen
"Gemeinsam etwas erreichen"

Solingen: "Gemeinsam etwas erreichen"
Der FDP-Bundestagsabgeordnete Manfred Todtenhausen (Mitte) wünscht sich eine stärkere bergische Zusammenarbeit. Unterstützt wird er dabei von den FDP-Kreisvorsitzenden aus Solingen, Dr. Robert Weindl (l.) und Torben Clever aus Remscheid. FOTO: Jürgen Moll
Solingen. Der Wuppertaler Handwerksmeister Manfred Todtenhausen sitzt für die FDP im Bundestag. Er fordert mehr bergische Zusammenarbeit. Von Uwe Vetter

In Wuppertal ist er geboren und groß geworden. Dort hat der Handwerksmeister sein Elektrounternehmen und seinen Wahlkreis für die FDP. Doch Manfred Todtenhausen - parteiintern auch "Manfred, der Elektriker" genannt - hatte seit jeher stets das Bergische im Blick. Vergangenes Jahr ist er erneut in den Bundestag gewählt worden. Schon einmal, 2012 und 2013, hatte er Parlamentsluft geschnuppert - damals als Nachrücker. Danach war, zumindest bundespolitisch, Schluss - die FDP schaffte nicht den Sprung ins Parlament. Todtenhausen engagierte sich indes weiter im Wuppertaler Stadtrat.

Jetzt aber gilt seine ganzes Augenmerk wieder der Bundespolitik. Im Wirtschafts- und im Petitionsausschuss des Bundestages ist der 67-Jährige vertreten. "Ich setzte mich für die Region ein und will für sie etwas erreichen", bekräftigte der Elektromeister gestern zusammen mit den FDP-Kreisvorsitzenden Torben Clever (Remscheid) und Dr. Robert Weindl (Solingen).

Der Zusammenhalt im Bergischen könnte allerdings besser sein. "Das Konkurrenzdenken ist immer noch vorhanden", sagt Manfred Todtenhausen. Er will deshalb die Oberbürgermeister von Solingen, Remscheid und Wuppertal - Tim Kurzbach, Burkhard Mast-Weisz und Andreas Mucke - zu Gesprächen einladen. "Was kann ich für die Region im Bundestag tun?" soll dabei laut Todtenhausen eine der Fragen sein.

Als Handwerksmeister ist er Anpacken gewohnt. Zudem ist er einer der wenigen Handwerksmeister, die im Bundestag vertreten sind. In der FDP sieht er "ein neues, gutes Verhältnis". "Wir tauschen uns als Team in Solingen, Remscheid und Wuppertal aus, um gemeinsam etwas zu erreichen", sagt der Bundestagsabgeordnete. "Da gibt es von Solinger Seite keine Hemmschwellen", bekräftigt der FDP-Kreisvorsitzende Dr. Robert Weindl.

Um das Wir-Gefühl im Bergischen weiter auszubauen, will Manfred Todtenhausen in Kürze auch Bürgersprechstunden in der Solinger FDP-Parteizentrale an der Kölner Straße und an der Alleestraße in Remscheid anbieten. "Ich freue mich über jeden, der kommt. Wir wollen Politik zum Anfassen", so Todtenhausen.

Menschen zu helfen, ist ohnehin ein Anliegen des Abgeordneten, der sich von daher sehr gerne im Petitionsausschuss engagiert und hier Obmann und Sprecher der FDP ist. "Das ist eine schöne Aufgabe", sagt er. Im Bergischen Rat sieht Todtenhausen zwar "ein tolles Gremium", aber das müsse mehr als bisher machen. Ansonsten, so Robert Weindl, verkomme der Bergische Rat zu einem "zahnlosen Tiger".

Bundespolitisch will sich der 67-Jährige für ein Einwanderungsgesetz mit klaren Regeln einsetzen und für mehr Steuergerechtigkeit sorgen. Mit Blick auf Bund, Land und Städte stellt er klar: "Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen."

Quelle: RP
 
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