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Solingen
Gemütlichkeit regiert auf dem Marktplatz

Solingen. Familien mit Kindern kamen beim 40. Gräfrather Marktfest ebenso auf ihre Kosten wie feierhungrige Jugendliche. Von Alexander Riedel

Schnell waren die Plätze in den Körben der Heißluftballons und auf den Pferdchen belegt - und schon nahm das angeblich kleinste Kinderkarussell Europas unter Spielorgelklängen Fahrt auf: "Das ist schon seit vielen Jahren eine besondere Attraktion", berichtete Dragan Denic, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Gräfrather Vereine. Die veranstaltete am Wochenende zum 40. Mal das Gräfrather Marktfest - und wieder einmal strömten an drei Tagen insgesamt mehrere tausend Gäste auf den idyllischen Platz unterhalb der Klostertreppe, auf der der Maibaum über dem Gebäudeensemble emporragte.

"Wir feiern an allen drei Tagen mit", bekräftigte Anwohner Eik Porten, während seine Tochter Milla ihm vom Karussell aus zuwinkte. Die Fünfjährige habe sich schon den ganzen Samstagmorgen auf das Programm vom Nachmittag gefreut, verriet der Familienvater. Nachdem Urgestein Willy Weber, wie bei allen anderen Auflagen des Festes zuvor, die Stände für eröffnet erklärt hatte, ließen sich die jüngsten Gäste von Clown Willy - nicht zu verwechseln mit dem Moderator - Schmetterlinge und andere Wesen aus Ballonstoff formen und von den Mitgliedern des Gräfrather Turn- und Sportvereins fröhliche Tiergesichter ins Gesicht zaubern.

"Milla hat das auch alles schon gemacht", erzählte Eik Porten, der am Fest vor allem die gemütliche Atmosphäre schätzt: "Der Platz ist als Veranstaltungsort übersichtlich und es gibt keine Aggressionen." Über Zwischenfälle hätten sie auch am durchaus feuchtfröhlichen Freitagabend nicht klagen müssen, berichteten die Veranstalter. "Die Leute, ob jugendlich oder älter, wollten einfach nur feiern", freute sich Dragan Denic, der sich wie das gesamte Veranstaltungsteam in Schleifertracht gehüllt hatte. Zufrieden waren die Organisatoren auch mit der Besucherzahl - auch wenn der Marktplatz zum Eröffnungstag des Festes trotz des frühsommerlichen Wetters nicht ganz so gut gefüllt war wie im vergangenen Jahr. DJ Dietmar Jansen erfüllte den Gästen zahlreiche Musikwünsche und die Helfer an den Ständen hatten beim Verkauf von kühlen Getränken, Wurst, Reibekuchen und anderen Leckereien alle Hände voll zu tun. Auf der Bühne an der Klostertreppe verstärkten Bands wie "Em Brass" oder "See you" die ausgelassene Stimmung.

Für Letztere kehrte Eik Porten am Samstagabend auf den Markt zurück: "Die bringen ein gutes Coverprogramm mit aktuellen Charthits", urteilt der Gräfrather.

Die Mischung aus Neuem und Tradition machte den Charme des Festes aus: So trafen sich die Gräfrather am Sonntagmorgen zum Ökumenischen Gottesdienst. Und den Blumenschmuck für den Brunnen in der Mitte des Platzes, den das Floristikgeschäft Krisam gespendet hatte, durften die Gäste gestern Abend zum Abschluss wieder einmal pflücken.

Quelle: RP
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