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Solingen
Genossenschaft baut Bismarck-Palais

Solingen: Genossenschaft baut Bismarck-Palais
Für das Bismarck-Palais investiert die Genossenschaft rund 2,2 Millionen Euro. FOTO: privat
Solingen. Der 1912 gegründete Beamten-Wohnungsbauverein will in zweiter Reihe an der Bismarckstraße zwei Häuser mit insgesamt 14 Wohnungen bauen. Die Fertigstellung ist für Ende des nächsten Jahres geplant. Von Uwe Vetter

Zwei Jahre wurde intensiv geplant, gewartet wird nun auf die Baugenehmigung. Liegt die in wenigen Tagen vor, will der Beamten-Wohnungsbauverein sein Neubauprojekt unmittelbar in Angriff nehmen: In zweiter Reihe hinter den Häusern Bismarckstraße 93, 95 und 97 will die Genossenschaft voraussichtlich bis Ende nächsten Jahres zwei Häuser mit zusammen 14 Wohnungen bauen. Für das "Bismarck-Palais" werden rund 2,2 Millionen Euro investiert. "Viele Arbeiten werden von unserem Eigenbetrieb erledigt - außer Dach, Fenster und Erdbauarbeiten", sagen Geschäftsführerin Karin Spiewak-Berg und Lars Diederich, der im Beamten-Wohnungsbauverein für Finanzen und Personal zuständig ist.

Obwohl die neuen Wohnungen (Warmmiete zehn Euro) mit einer Fläche von 85 Quadratmetern - hinzukommen zwei Penthouse-Wohnungen mit jeweils 110 Quadratmetern - derzeit nur auf dem Papier bestehen, ist die Nachfrage groß: "Wir haben für das Bismarck-Palais bereits mehr Bewerber als Wohnungen. Zum Teil wurden schon Verträge abgeschlossen", sagen Spiewak-Berg und Diederich im Vorfeld der Mitgliederversammlung am Montag, 29. Juni, 19 Uhr, im Veranstaltungsraum der Stadt-Sparkasse an der Kölner Straße. Hier werden die Mitglieder nicht nur über das Neubauprojekt informiert, sondern auch über den Geschäftsverlauf im vergangenen Jahr.

Und der kann sich sehen lassen, denn mit einem Jahresüberschuss in Höhe von rund 471 700 Euro wurde das Wirtschaftsjahr 2014 abgeschlossen. Als Bilanzgewinn wird eine Summe von rund 15 000 Euro ausgewiesen. Traditionell schüttet der Beamten-Wohnungsbauverein keine Dividende aus, vielmehr werden mit dem verdienten Geld auch die Rücklagen gestärkt. Genutzt wird zudem das niedrige Zinsniveau, Verbindlichkeiten an Banken werden zurückgezahlt beziehungsweise getilgt - vergangenes Jahr mit einem Betrag von etwa 1,7 Millionen Euro. "Das ist ein richtig großer Schritt und das tut uns gut", sagt die Geschäftsführerin. Auch die Geschäftsstelle des 1912 gegründeten Beamten-Wohnungsbauvereins an der Beckmannstraße erfährt derzeit eine Vergrößerung, im Wolfsfeld hat die Genossenschaft dieses Jahr zudem 28 Garagen gebaut. Leerstand kennt die Genossenschaft kaum, Ende 2014 lag die Quote modernisierungsbedingt gerade einmal bei 0,5 Prozent. "Wir bieten hochwertiges Wohnen zu vertretbaren Preisen, das kommt bei den Mietern an", sagt Karin Spiewak-Berg.

Für die Modernisierung des Wohnungsbestandes - 187 Häuser mit 798 Wohnungen - hat die Genossenschaft im vergangenen Jahr knapp 1,2 Millionen Euro ausgegeben. Der Um- und Ausbau bildete hier den Schwerpunkt. An Instandhaltungskosten kamen noch 512 000 Euro hinzu.

Quelle: RP
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