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Solingen
Gerüchte einer Fusion dementiert

Solingen. Alle paar Monate kursiert ein bekanntes Gerücht in der Region: Fusion der Bergischen Symphoniker mit dem Wuppertaler Orchester. Jetzt tauchte es wieder auf - ohne Substanz. "Eine Fusion ist kein Thema", sagte Matthias Nocke, Kulturdezernent der Stadt Wuppertal auf Nachfrage unserer Redaktion. Von Christian Peiseler

In seinem Dementi zog er ausdrücklich Oberbürgermeister Andreas Mucke mit ein. "Wir sind von der Richtigkeit der Zielsetzung nicht überzeugt", sagt Nocke. Auch Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bergischen Symphoniker, erteilte der Idee eines gemeinsamen bergischen Orchesters eine Absage. Bei den regelmäßigen Gesprächen mit den Nachbarn stehe dies aktuell nicht auf der Tagesordnung. Vielmehr lege man den Schwerpunkt auf eine verstärkte Kooperationen im kulturellen Bereich. Da gebe es eine Vielzahl an Möglichkeiten zusammenzuarbeiten, von gemeinsamen Produktionen, dem Einkauf von Gastspielen bis hin zu touristischer Werbung.

Remscheid zahlt als festen Betriebskostenzuschuss an die Orchester GmbH 1,65 Millionen Euro. Solingen in etwa die gleiche Summe. Seit einiger Zeit besteht eine Arbeitsgruppe, geleitet von den Kämmerern, die sich Gedanken macht, wie das gemeinsame Orchester auch weiter auf sicheren finanziellen Füßen steht und nicht in einen defizitären Bereich schlittert.

Die nächsten Tarifverhandlungen stehen an. Geschäftsführer Stefan Schreiner hat dafür zwei Prozent eingeplant. Alles, was darüber hinausgeht, müsste irgendwie kompensiert werden. Oder aber die Städte erhöhen den jeweiligen Zuschuss.

Quelle: RP
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