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Solingen
Gesamtschulen weisen kaum Schüler ab

Solingen. Die Chance, für das Kind einen Platz zu bekommen, war noch nie so hoch wie in diesem Jahr. Von Günter Tewes

Eltern beschäftigt bei den Anmeldungen an einer Gesamtschule meist stets eine Frage: "Welche Chance hat mein Kind, einen Platz zu bekommen?" So war es seit vielen Jahren - und so hat es sich auch vor zwei Wochen bei den neuen Anmeldungen der zukünftigen Fünftklässler gezeigt. Doch jetzt stellt sich die Situation anschließend ganz anders dar.

Gegenüber den Vorjahren seien die Chancen gestiegen, dass das Kind aufgenommen werde, sagte Andreas Tempel gestern im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Anmeldungen der Kinder hätten sich besser verteilt, erklärte der Leiter der Alexander-Coppel-Gesamtschule, der diese Schulform im Sprecherrat der Rektoren vertritt. An den Gesamtschulen sind die Anmeldungen ja bereits abgeschlossen. Eltern haben die Aufnahmeentscheidung per Post erhalten - mit dem Ergebnis, dass diese Schulform diesmal offensichtlich kaum Ablehnungen aussprechen musste.

Dem Vernehmen nach gibt es insgesamt in den Schulen des längeren gemeinsamen Lernens, zu denen neben den Gesamtschulen auch die Sekundarschule gehört, erstmals ausreichend Platz in den Klassenzimmern, alle angemeldeten Kinder aufzunehmen. Dagegen hatten die Gesamtschulen im vergangenen Jahr aus Platzgründen noch 155 Kinder abweisen müssen. In der Zeit ohne vierter Gesamtschule, die im Sommer 2014 startete, sind zuweilen sogar jeweils deutlich über 200 Kinder abgelehnt worden.

Verschiebungen der Schüler zwischen einer Gesamtschule mit Überhang und jener, die noch Plätze bieten konnte, hat es aber auch diesmal gegeben. "Wir haben mit Zustimmung der Eltern noch viele Kinder unterbekommen", sagte Andreas Tempel. 1367 Grundschul-Viertklässler wechseln im Sommer in die fünften Klassen, rund 100 weniger als im Vorjahr. Auch dies ist bei der Bewertung der Anmeldezahlen zu berücksichtigen.

Heute sowie am morgigen Donnerstag läuft die zweite Runde bei den Anmeldungen der künftigen Fünftklässler, allerdings nur noch an der Sekundarschule, den Realschulen und den Gymnasien. Die zwei weiteren Tage sind insbesondere gedacht für Kinder, die möglicherweise an der Schule ihrer ersten Wahl nicht aufgenommen werden konnten. Angesichts des Zuspruchs der Eltern zu den einzelnen Schulen zum Auftakt der Anmeldungen vor zwei Wochen dürfte dieser Termin in dem Maße allerdings nicht erforderlich werden.

"Für die Gymnasien stellt sich der zweite Termin nicht", betonte Klaus Blasberg, Leiter des Gymnasiums Schwertstraße und ebenfalls im Sprecherrat der Rektoren. Seine Wertung: "Realschulen und Gymnasien sind stabil und haben einen festen Platz in der Bildungslandschaft Solingens."

Quelle: RP
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