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Solingen
Gewerkschaft empört über BIA

Solingen. IG Metall sieht Mitarbeiter des Unternehmens "massiv unter Druck gesetzt".

Empört über das Vorgehen von BIA Kunststoff- und Galvanotechnik ist die IG Metall Remscheid-Solingen. Denn das Unternehmen mit seinen rund 1000 Beschäftigten würde Gewerkschaftsmitglieder "massiv unter Druck setzen und sie auffordern, aus der Gewerkschaft auszutreten". "Damit überschreitet die BIA alle roten Linien", erklärt die IG Metall Remscheid-Solingen, die sich ausdrücklich weitere Schritte vorbehält. Das sei ein klarer Verstoß gegen das Grundgesetz. "Dass den Beschäftigten außerdem mit dem Verlust der Arbeitsplätze gedroht wird, kennen wir bereits aus anderen Auseinandersetzungen. Ein so starker Eingriff in die Grundrechte macht unsere Mitglieder bei BIA aber wütend und fördert auch nicht die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaft", sagt Marko Röhrig, erster Bevollmächtigter der IG Metall.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist offenbar das Ringen um einen Tarifvertrag mit BIA. Zudem konnte die IG Metall nach eigenen Angaben einen Großteil der Beschäftigten für eine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft gewinnen. "Wir hoffen, dass sich die Unternehmensleitung besinnt und ihre Energie in Zukunft in konstruktive Verhandlungen investiert", sagt Marko Röhrig und ergänzt: "Wenn sich das Unternehmen nicht ernsthaft den eingeforderten Tarifverhandlungen stellt, müssen wir unser Recht zum Arbeitskampf ausüben, um einen Tarifvertrag durchzusetzen." Die Geschäftsführung des Solinger Unternehmens war gestern zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen.

(uwv)
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