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Solingen
Gottesdienst als "Open-Air-Picknick" in Aufderhöhe

Solingen. Ungewöhnliche Gottesdienste zur Tauferinnerung und unter offenem Himmel gibt es am kommenden Feiertag Christi Himmelfahrt, 25. Mai, im Evangelischen Kirchenkreis Solingen. Zur "Kirche für Kleine und Große" laden Pfarrerin Raphaela Demski-Galla und ihr Team ab 11 Uhr in die Dorper Kirche, Schützenstraße 159, ein. "Wir haben einen bunten und quirligen Tauferinnerungsgottesdienst geplant, in dem viel los sein wird und Kinder nicht nur ruhig sitzen belieben müssen", verspricht die 31-jährige Demski-Galla, die seit vergangenem Herbst in der Dorper Gemeinde nach dem Weggang der langjährigen Pfarrerin Andrea Zarpentin die noch nicht wiederbesetzte Pfarrstelle versorgt.

Viele Lieder mit der Dorper Kirchenband und spannende Entdeckungen in der Kirche stehen auf dem Programm. Die junge Pfarrerin lädt alle, die zu Hause eine Taufkerze haben, ein, diese zum Gottesdienst mitzubringen. Aber auch wer keine Taufkerze besitzt oder gar nicht getauft ist, kann selbstverständlich gerne kommen. Nach dem Gottesdienst soll es in der und rund um die Dorper Kirche noch viel Gelegenheit zum Spielen, Toben, Kuchenessen und Safttrinken, sowie für die Großen zum Kaffee und Gespräch geben.

Zur Tauferinnerung laden traditionell auch Pfarrer Christian Menge und die Evangelische Lutherkirchengemeinde am Himmelfahrtstag ab 11 Uhr in die Lutherkirche, Kölner Straße 1, ein. Wer möchte, kann sich dann am Taufbecken persönlich segnen lassen.

Gottesdienste nicht in der Kirche feiern die evangelischen Kirchengemeinden Rupelrath, Merscheid und Gräfrath. Die Verantwortlichen hoffen darum auf einen strahlendblauen Himmel. Rupelrath und Merscheid haben auch in diesem Jahr wieder einen gemeinsamen "Open-Air-Picknick-Gottesdienst" im alten Freibad-Gelände im Josefstal organisiert. Die Pfarrer Matthias Clever und Hildebrand Proell werden gemeinsam mit anderen Gemeindemitgliedern in Texten, Gebeten und viel Musik dem Geheimnis der uralten Tradition des Himmelfahrtsfestes und seiner Bedeutung für heute nachgehen. Auch dieser Gottesdienst beginnt um 11 Uhr. Wer möchte, kann sich bereits im 10.30 Uhr an der Christuskirche einfinden, um gemeinsam den Fußweg in den bereits seit vielen Jahren in Planung befindlichen "Freizeitpark Aufderhöhe" anzutreten. Nach dem Gottesdienst laden die beiden Gemeinden zum gemeinsamen Picknick ein.

Auf einen klaren Himmel und einen imposanten Weitblick hofft auch der Gräfrather Pfarrer Thomas Schorsch für den morgigen Donnerstag. In das höchste Gebäude Solingen, in den Lichtturm, lädt er mit der Evangelischen Kirchengemeinde Gräfrath zu einem außergewöhnlichen Gottesdienst ein. Unter der Überschrift "Dem Himmel so nah" will Schorsch in diesem Gottesdienst auch an das Reformationsjubiläum erinnern und zitiert dazu den Reformator Martin Luther: "Die Barmherzigkeit Gottes ist wie der Himmel, der stets über uns festbleibt. Unter diesem Dach sind wir sicher, wo auch immer wir sind." Auch die Anfangszeit des Gräfrather Gottesdienstes ist ungewöhnlich: Um 12 Uhr geht es los.

Wer aber vorher zu einer gemeinsamen Wanderung rund um den Lichtturm aufbrechen möchte, sollte sich um 10.30 Uhr an der Evangelischen Kirche am Gräfrather Markt einfinden. Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann sich auch von der Kirche zum Lichtturm fahren lassen: Treffpunkt: 11.45 Uhr an der Kirche.

Christen feiern das Himmelfahrtsfest seit dem vierten Jahrhundert. Seinen Ursprung hat das Fest in der biblischen Erzählung von der Auffahrt Jesu Christi in den Himmel. Den biblischen Evangelien zufolge hat er sich als Auferstandener seinen Jüngern auf der Erde gezeigt, mit ihnen Mahlzeiten eingenommen - und ihnen schließlich den Auftrag erteilt, das Evangelium, also die frohe Botschaft, zu verkündigen und ihnen Mut zugesprochen. Die Apostelgeschichte berichtet weiter, dass Jesus am 40. Tag nach dem Ostermorgen vor den Augen seiner Jünger leiblich in den Himmel aufgefahren sei.

Dieses Bild steht auch für die christliche Gewissheit, dass der auferstandene Jesus Christus der eigentliche Herr der Welt ist und diese in eine gute Zukunft führt. Es ist Bestandteil des Glaubensbekenntnisses, das die Christen weltweit in fast jedem Gottesdienst gemeinsam sprechen.

(red)
 
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