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Solingen
Gräfrathaler geht an die Freiwillige Feuerwehr

Solingen. Die Auszeichnung wurde inzwischen zum neunten Mal verliehen. Rund 100 Gräfrather waren im Sälchen dabei. Von Sandra Grünwald

Im Saal herrschte eine gespannte Aufmerksamkeit. Die Bedienung der Besucher an den voll besetzten Tischen hatte eine Pause eingelegt. Und alle Blicke waren nach vorne gerichtet, wo Karl Gerd Hankammer, Vorsitzender des Heimatvereins Solingen-Gräfrath, stand und kurz davor war zu verraten, wer mit dem "Gräfrathaler 2016" ausgezeichnet werden sollte.

Alle zwei Jahre ehrt der Heimatverein Gräfrath mit dieser Auszeichnung eine Person oder einen Verein, der sich besonders um Gräfrath verdient gemacht hat. Mittlerweile ist es der achte Gräfrathaler, der am Freitagabend vergeben wurde. "Die Jury aus dem Vorstand des Heimatvereins und der ARGE hatte drei Vorschläge zu bearbeiten", verriet Hankammer. Am Ende sei die Entscheidung jedoch einstimmig ausgefallen. "Der Gräfrathaler 2016 geht an die Freiwillige Feuerwehr, Löscheinheit 6, Gräfrath", verkündete der Vorsitzende schließlich, was mit großem Beifall aufgenommen wurde.

Im Jahr 2000 wurde der erste Gräfrath-Abend veranstaltet, um dem starken "Wir-Gefühl" im nördlichsten Solinger Stadtteil Rechnung zu tragen. "Wir feiern gerne zusammen", erklärte Hankammer. Obwohl der neunte Gräfrath-Abend so gefragt war, dass der kleine Saal eigentlich viel zu klein war, soll die Veranstaltung dort auch künftig verortet bleiben. "Der Saal ist brechend voll", sagte Hankammer, "wir hätten noch viel mehr Karten verkaufen können, aber wir lieben die Atmosphäre im Sälchen".

Rund hundert Gräfrather hatten es geschafft, eine Karte zu ergattern, und konnten das Motto "Gräfrather Künstler unterhalten Gräfrather" genießen. Auf dem Programm standen Zymbal-Klänge und Lieder zum Mitsingen, Akustik-Musik, Soul und Oldies, aber auch Klavierklänge und irische Lieder. Moderiert wurde der Abend von Willy Weber, der in traditioneller Schlieper-Tracht erschienen war. Die Verleihung des Gräfrathalers war der Höhepunkt. "Trotz aller Veränderungen bleibt einiges bestehen", erklärte Karl Gerd Hankammer. "Die Kirche bleibt genauso im Dorf wie die Feuerwehr."

Gegründet wurde die Freiwillige Feuerwehr Gräfrath 1882. In den 1980er Jahren wurde das Gerätehaus umgebaut mit vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Die Jugendfeuerwehr wurde 2002 ins Leben gerufen, der Freundeskreis 2003. "Ich bin froh, als Gräfrather so eine tolle Truppe in der Nachbarschaft zu haben", betonte Hankammer. Ralf Ewert, Leiter der Löscheinheit 6, nahm den Gräfrathaler entgegen und erklärte: "Den Aktiven der Jugendfeuerwehr und all meinen Vorgängern gilt dieser Dank".

Quelle: RP
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