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Solingen
Gräfrather Bahnhof: Die Bagger sind angerollt

Solingen: Gräfrather Bahnhof: Die Bagger sind angerollt
Bald wird der Bahnhof nur noch Geschichte sein. FOTO: mak
Solingen. Es ist der Schlusspunkt eines Jahre andauernden Streits zwischen der Stadt – und hier insbesondere der Denkmalbehörde – und dem Unternehmer Siegfried Lapawa. Am Donnerstag sind Bagger der Stadtwerke am alten Gräfrather Bahnhof an der Wuppertaler Straße angerollt.

Sie haben mit den Vorarbeiten zum Abriss des Gebäudes begonnen. Diese trennen nach Angaben einer Sprecherin der Silag-Immobilienabteilung das Gebäude von den Versorgungsleitungen (Erdgas, Strom und Gas). Die echten Abrissarbeiten inklusive Freiräumung und Entsorgung sollen weitere drei Wochen dauern. Die Frage nach der Weiternutzung des Areals ließ die Sprecherin offen.

Die Abrissgenehmigung für den Bahnhof hatte Lapawa, der in der letzten Zeit auf Häuser-Einkaufstour im Stadtteil gegangen ist, bereits seit Frühling. In einem Prozess vor dem Verwaltungsgericht hatte sich Lapawa im November diese erstritten. Er hatte vor Gericht argumentiert, dass der denkmalgeschützte Bahnhof nicht mehr zu retten sei: Schimmel und Feuchtigkeit hatten dem Gebäude zugesetzt.

Auch bei der Stadt hat man von Lapawa noch nichts gehört, wie seine weiteren Pläne für das Areal aussehen. Es gibt noch keine Bauvoranfrage, heißt es dort. Lapawa hatte zwischenzeitlich den Neubau eines Auto-Museums ins Spiel gebracht. Der mit seiner Firma Silag nach Langenfeld abgewanderte Unternehmer wollte von der insolventen Automarke Karmann aus einer Sammlung 73 alte Schätzchen übernehmen. Doch wie gewonnen, so zerronnen – der Gläubigerausschuss von Karmann entschied sich für ein Gegenangebot von VW, damit die Sammlung nicht auseinandergerissen wird.

Quelle: RP
 
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