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Solingen
Großes Solidaritätskonzert für die Bergischen Symphoniker

Solingen. Obwohl der Bestand des Orchesters der Städte Remscheid und Solingen inzwischen langfristig gesichert ist und auch der Vertrag mit Generalmusikdirektor Peter Kuhn verlängert wurde, wird die Existenz des Orchesters immer wieder in Frage gestellt. "Dem müssen auch unsere Chöre entgegenwirken. Hier steht die Kultur in unserer Stadt auf dem Spiel. Wir müssen an einem Strang ziehen", erklärte Andreas Imgrund, Vorsitzender der Kreis-Sängervereinigung Solingen. Beim Sängertag der Solinger Chöre stellte er seinen Plan eines Solidaritätskonzertes für die Symphoniker vor und bekam gleich begeisterte Zustimmung. Die Initiative freut Peter Kuhn und das Orchester, die das besondere Konzert auch unterstützen.

Rund 200 Sängerinnen und Sänger werden bei dieser Musikveranstaltung am 16. April im Konzertsaal mitwirken. Eine erste Verständigungsprobe fand jetzt im Helga-Leister-Haus statt. In Abstimmung mit GMD Peter Kuhn wurde von Chorleiter Willi Winkler ein Programm zusammengestellt, welches den Belangen und Möglichkeiten einer so großen Anzahl von Sängerinnen und Sängern Rechnung trägt: Werke der klassischen Literatur von Elgar, Beethoven, Verdi, Grieg und Offenbach, ergänzt durch Musical-Melodien und romantische Trinklieder. Und auch die Hymne auf die Glücksgöttin Fortuna aus der "Carmina Burana" von Carl Orff wird erklingen. "Das haben die meisten Chöre schon einmal gesungen", weiß Andreas Imgrund.

Bei der musikalischen Vorbereiwird Willi Winkler von der Pianistin Ursula Drießen unterstützt. "Eine besondere Herausforderung in der Vorbereitung stellte die Beschaffung der Noten dar. Wir konnten Noten aber von den Solinger Chören und von der Zentralstelle für den deutschsprachigen Chorgesang in der Welt ausleihen. Einiges mussten wir aber auch zukaufen", erzählt Winkler. "Für das Solinger Publikum, aber auch für die beteiligten Sängerinnen, Sänger und Musiker dürfte dieses Chorkonzert mit Orchesterbegleitung ein überwältigendes Erlebnis werden. Dazu steht das Ganze im Dienste einer guten Sache: dem Erhalt unseres Orchesters." Gemeinsam werden Chöre, Publikum und Orchester am Ende das "Bergische Heimatlied" anstimmen - diesmal aus Solidarität mit den Symphonikern.

Das Solidaritätskonzert der Kreis-Sängervereinigung für die Bergischen Symphoniker findet am Samstag, 16. April, um 19.30 Uhr im Großen Konzertsaal im Theater und Konzerthaus statt. Karten kosten 18,70 Euro (ermäßigt: 13,20 Uhr). Sie sind ab sofort an der Theaterkasse erhältlich.

(wgü)
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