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Solingen
Guter Start für die "DesTill'e"

Solingen: Guter Start für die "DesTill'e"
Uriges Ambiente, schlichtes modernes Mobiliar -in diesem Gewölbekeller hat sich Gastronom Till Droß seinen Traum von einer Gaststätte verwirklicht. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Gastronom Till Droß fand den idealen Standort für seine Gaststätte. Er setzt nun im Backsteingewölbe der Christiansvillen auf bodenständige Gerichte, eine große Auswahl an Getränken und verschiedene Events. Von Alexander Riedel

Eigentlich sollten auf der Glaswand zwischen Hintereingang und Theke die jeweiligen Tagesgerichte zu lesen sein. Doch die ersten Gratulanten funktionierten die Schreibfläche am Eröffnungstag prompt zum Gästebuch um und verewigten sich mit den besten Wünschen für den Gastronomen. "Die bleiben natürlich dran", sagt Till Droß. Seit einer Woche begrüßt der 38-Jährige seine Gäste in einer wahrhaft urgemütlichen Umgebung: Mit seinem Restaurant "DesTill'e" belebt er nach zwei Jahren Leerstand den Gewölbekeller der Christiansvillen an der Konrad-Adenauer-Straße. Der entsprach nach eigener Aussage "100-prozentig" seinen Vorstellungen, wie eine Gaststätte aussehen sollte: "Ich wollte ein Lokal haben, das anders ist als andere, dazu mit einer großen Theke, Biergarten und insgesamt nicht ganz so groß."

Zwölf Jahre lang war Droß einer von zwei Pächtern im Al B'Andy gewesen, ehe er im vergangenen Jahr ausstieg. "Anfangs gab es für mich keinen Plan B", betont der studierte Jurist. Sogar eine Abkehr von der Gastronomie, der er sich seit der Zeit an der Universität verschrieben hatte, erschien möglich. "Aber nach kurzer Zeit wusste ich, dass ich das unbedingt weiter machen will", stellt Droß klar.

Der erste Kontakt mit Immobilienbesitzer Thomas Herriger von der Firma Präsenta ließ nicht lange auf sich warten - und nach kurzer Zeit lag bereits der Mietvertrag auf dem Tisch. "Ab Anfang Oktober haben wir dann aufgeräumt, den Staub von zwei Jahren hier entfernt", berichtet Droß. Die Beleuchtung, die dem Gewölbe vom Boden aus einen besonders edlen Glanz verleiht, musste erneuert werden. Zudem verpasste Droß dem Thekenraum einen neuen Anstrich und entfernte das Milchglas gegenüber der Bar. Der Haupteingang liegt inzwischen an der Fußgängerampel, die unter anderem Theatergäste häufiger nutzen sollen. Noch seien zwar nicht alle Arbeiten gänzlich abgeschlossen, erklärt der Inhaber. Gemütlich ist es aber schon jetzt - und das honorierten auch die Gäste, die in den letzten Tagen in großer Zahl die "DesTill'e" aufsuchten. Deren Name leitet sich übrigens von einem Geschenk ab, das Droß beim Abschied aus seinem früheren Lokal bekommen hatte: "Das war eine aus Pappe gebastelte Kneipe mit dem Namen "DesTill'e". Doch den will er auch mit Leben füllen - mit einer großen Auswahl an zum Teil auch selteneren Spirituosen. "Besonders gut angenommen wurden bisher die Obstbrände, es gibt aber auch Kunden, die sich nach dem Scotch erkundigen", erklärt Droß.

Kulinarisch setzt er auf frische, bodenständige und abwechslungsreiche Gerichte, vom belegten Baguette zum Bier über die Steckrübensuppe bis zum Rumpsteak. Hinzu kommen saisonale Tagesangebote. Sein Lokal solle eine Mischung aus Kneipe, Bar und Restaurant zum entspannten Verweilen sein, bekräftigt er.

Und ein Programm ist auch bereits in Planung: An jedem ersten Samstag im Monat soll es ab 23 Uhr eine Party mit DJ im Backsteingewölbe geben - die erste unter dem Motto "Backsteinbeats" am 4. Februar. An jeweils einem Sonntag im Monat wird Droß bald auch die "DesTill'e School" eröffnen: Rund 20 über die Facebook-Seite angemeldete Teilnehmer sollen an den noch nicht feststehenden Terminen in den Genuss von Expertenvorträgen mit spezieller Getränkeverkostung und darauf abgestimmten Speisen kommen.

Quelle: RP
 
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