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Solingen
Hallenbad-Neubau ist heute Thema bei Bezirksregierung

Solingen. Dagmar Becker hätte gerne eine genaue Erklärung geliefert, warum die Stadt Solingen beim Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen" mit dem Antrag des Hallenbad-Neubaus Vogelsang nicht berücksichtigt worden ist. In der Sitzung des Sportausschusses konnte die Dezernentin lediglich zitieren, dass sich die Kommission nach fachlichen Beratungen für die Förderung anderer Projekte entschieden habe. Von Guido Radtke

"Das Zuschussprogramm war fünffach überzeichnet", sagte Dagmar Becker. Von 1000 Projektvorschlägen mit einem Antragsvolumen von zwei Milliarden Euro werden in den kommenden drei Jahren in 56 anderen Städten Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur mit 140 Millionen Euro gefördert.

Die Hoffnung, mit einem Teilbetrag der veranschlagten Baukosten von neun Millionen Euro berücksichtigt zu werden, hat sich damit nicht erfüllt. Somit verfolgt die Stadt Solingen nun ihren Plan B der Finanzierung über Sonderkredite, um das in die Jahre gekommene Bad an der Focher Straße so bald wie möglich durch einen Neubau zu ersetzen. Die Weichen dafür sollen am heutigen Donnerstag in einem Gespräch bei der Bezirksregierung gestellt werden, bei dem die beantragte Sonderkreditermächtigung ein zentrales Thema sein wird. Neben Dagmar Becker werden Kämmerer Ralf Weeke, Stadtdienstleiterin Ulrike Büker und Thomas Wolthoff, Geschäftsführer der Bädergesellschaft, mit am Tisch sitzen. "Wir rechnen noch nicht mit einer konkreten Aussage zur Bewilligung oder Ablehnung", sagte Becker.

Frank Schütz gab zu bedenken, dass ein nicht genehmigter Haushalt einer möglichen Bewilligung im Weg stehen werde. Der sportpolitischer Sprecher der CDU fordert daher eine Darstellung, wie sich die Stadt eine alternative Finanzierung ohne Sonderkredite vorstelle.

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