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Solingen
Handel soll fit werden für Online-Zeitalter

Solingen. Der Internetversand bedroht immer mehr den Einzelhandel vor Ort, heißt es oftmals. Dabei könnte im Online-Handel die große Chance für den stationären Einzelhandel liegen. Die Stadt Solingen und der Initiativkreis Solingen glauben jedenfalls daran und werden sich deshalb nun am gemeinsamen Wettbewerb dreier Landesministerien beteiligen. Das bestätigte gestern der Vorsitzende des Initiativkreises, Jan Höttges, auf Anfrage unserer Redaktion. Von Benjamin Dresen und Martin Oberpriller

Insgesamt wurden in den vergangenen Wochen rund 30.000 Euro gesammelt, die notwendig sind, um an dem Wettbewerb teilnehmen zu können. Sollte Solingen den Zuschlag aus Düsseldorf bekommen, wäre es ab Anfang nächsten Jahres möglich, den mit Hilfe von Mitgliedern des Initiativkreises sowie der Stadt, der Stadtwerke und der Wirtschaftsförderung zusammengebrachten Eigenanteil mit Landesmitteln auf dann 60.000 Euro zu verdoppeln.

Bereits vor zwei Wochen hatten Stadt sowie Initiativkreis ein entsprechendes Konzept vorgestellt. Der Wettbewerb trägt den Namen "Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken - Innerstädtische Quartiere und ländliche Räume brauchen Vielfalt und Versorgungssicherheit".

Dabei geht es aber nicht nur um den Einzelhandel: Gastronomie, Tourismus, Kultur und Dienstleister sollen gemeinsam eine Vision entwickeln, die Elisabeth Eichmann von der Stadtentwicklungsplanung bei dem Treffen vor 14 Tagen schon einmal als Solinger Bewerbungskonzept vorgestellte.

Zuvor hatte sich eine Arbeitsgruppe bewusst dagegen entschieden, für Solingen ein konkretes Projekt zur Förderung anzumelden - wie etwa einen gemeinsamen Onlineshop aller Händler. Stattdessen soll ein "ganzheitlicher Prozessansatz" zu Ergebnissen führen. Ziel ist es, Einzelhandel, Gastronomie, Tourismus, Kultur und Dienstleister in einen solchen Prozess einzubinden.

"Wir gehen einen Schritt zurück, um zu analysieren und eine Basis zu schaffen", betonte jetzt noch einmal Initiativkreis-Chef Jan Höttges. Erst in einer nächsten Phase würden dann als Ergebnis konkrete Projekte umgesetzt. Der Weg zu greifbaren Ergebnissen soll wie folgt aussehen: Eine erste Analyse hätte Bedarf, Kunden und Händler unter die Lupe zu nehmen. Die Erkenntnisse daraus würden dann präsentiert. Und danach würden sich Arbeitskreise bilden, in denen die Teilnehmer Ideen und Lösungen ausarbeiteten. "So wissen wir, was wir wollen", sagte Höttges.

Wobei Elisabeth Eichmann vor zwei Wochen bereits Beispiele nannte: Digitale Schaufenster, ein Blog, ein Onlineshop, eine App. Gleichzeitig betonte sie aber: "Das Ergebnis ist offen."

Quelle: RP
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