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Solingen
Handwerker feiern die Fusion im Rittersaal

Solingen. Seit dem 1. Januar dieses Jahres sind die Kreishandwerkerschaften von Solingen und Wuppertal unter einem Dach. Von Uwe Vetter

Seit Jahresbeginn gehen die Kreishandwerkerschaften von Solingen und Wuppertal gemeinsame Wege, nachdem die Fusion im Juni vergangenen Jahres im Theater und Konzerthaus beschlossen worden war. "Es läuft ganz gut", sagen Kreishandwerksmeister Arnd Krüger und sein Stellvertreter, der Solinger Bauunternehmer Kai Buschhaus. Man habe sich miteinander vertraut gemacht in den beiden Geschäftsstellen in Solingen (Heinestraße) und Wuppertal (Hofkamp). "Wir sehen die Fusion als gewinnbringend an", sagt der Wuppertaler Glasermeister Arnd Krüger. Jetzt gehe es darum, die Fusion konkret mit Leben zu füllen.

Ein Auftakt dazu ist heute Abend ein Fest im Rittersaal von Schloss Burg mit 120 geladenen Handwerksgästen, zu dem auch der Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf und die Oberbürgermeister von Solingen und Wuppertal erwartet werden.

Anfang kommender Woche lädt die Kreishandwerkerschaft Solingen-Wuppertal zum ersten Azubi-Bewerberdating in die Räume an der Heinestraße ein. Von Montag, 22. Februar, bis einschließlich Mittwoch, 24. Februar, jeweils von 17 bis 19 Uhr, bieten Handwerksbetriebe aus beiden Städten insgesamt 74 Auszubildende an. "Unser Ziel ist es, Betriebe und Bewerber zusammenzubringen", sagt Sascha Bomann, Leiter der Berufsausbildungsabteilung.

Schon seit Jahren würden die Innungen aus Solingen und Wuppertal bereits zusammenarbeiten, sagt Kai Buschhaus. Ausbildungsrelevante Angelegenheiten gehörten insbesondere dazu, ergänzt der stellvertretende Kreishandwerksmeister. "Zusammen sind wir auf jeden Fall besser aufgestellt", betont Arnd Krüger mit Blick auf die insgesamt 31 Innungen in beiden Städten. Die bleiben zwar weiter selbstständig, und auch beide Geschäftsstellen bleiben erhalten. "Wir müssen vor Ort präsent sein", so Krüger, alle würden aber von der gemeinsamen Verwaltung profitieren. In der Wuppertaler Geschäftsstelle sind sieben Mitarbeiter, in Solingen vier in der Geschäftsstelle.

Der Jurist Falk Niederlehner hat die Geschäftsführung der neu gestalteten Kreishandwerkerschaft übernommen.

Mit die wichtigsten Aufgaben des Handwerks sieht Arnd Krüger in den nächsten Jahren in der Betriebsnachfolge und der Akquise von Auszubildenden. "Wir haben zu wenig junge Unternehmer, die Betriebe übernehmen. Das müssen wir ändern", sagt Krüger auch mit Blick auf Studienabbrecher. Sehr aktiv ist die Kreishandwerkerschaft auch beim Thema Integration von Flüchtlingen. "Für einige Gewerke ist das eine Chance", sagt Sascha Bomann, "der Weg dahin ist aber weit und anstrengend".

Angeboten würden zwar Praktika, es gebe ab dem kommenden August auch eine Zusammenarbeit mit einem Wuppertaler Berufskolleg mit dem Ziel, Flüchtlinge in Ausbildung zu bringen. "Aber die bürokratischen Hürden sind hoch", sagt Arnd Krüger.

Quelle: RP
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