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Solingen
Hauptschüler bei Jobsuche im Nachteil

Solingen. Jugendlichen, die die Schule mit einem Hauptschulabschluss verlassen, fällt der Berufseinstieg weiterhin schwerer als Altergenossen mit Zeugnissen von anderen Schulformen. Das geht aus Zahlen der Agentur für Arbeit hervor, die möglichst allen jungen Leuten einen Ausbildungsplatz vermitteln will.

Aus diesem Grund stockte die Agentur zuletzt noch einmal das Personal zur Betreuung von Schulabgängern auf. Weitere Berater kümmern sich jetzt darum, Bewerber und potenzielle Arbeitgeber zusammenzubringen. Wobei vor allem das Handwerk als "Jobmaschine" für Jugendliche im Fokus steht. So sollen auf einer Messe in Wuppertal in diesem Monat viele Kontakte geknüpft werden.

"Jugendliche sollten sich möglichst früh beraten lassen", sagte zuletzt der neue Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Solingen/Wuppertal, Johannes Vogel. Ein Blick in die Statistik seines Hauses gibt Vogel recht. Denn bei insgesamt 292 Solinger Hauptschülern, die sich im Jahr 2015 von der Arbeitsagentur beraten ließen, kann die Agentur nur bei 125 mit Sicherheit sagen, dass sie eine Lehrstelle antraten. 30 junge Leute begannen hingegen direkt mit einer Arbeit, während 23 weiter zur Schule gingen, zwölf in Fördermaßnahmen vermittelt wurden sowie sieben einen Freiwilligendienst besuchten.

Die "Dunkelziffer" ist bei den Hauptschülern indes hoch. "95 von ihnen haben uns ihren Verbleib nicht mitgeteilt", sagte gestern eine Agentursprecherin.

(or)
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