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Solingen
Herbstlaub gehört nicht auf die Straße

Solingen: Herbstlaub gehört nicht auf die Straße
Wenn die Bäume jetzt ihre Blätter verlieren, kann Laub auf Gehwegen und Straßen zu einem Problem werden. FOTO: Martin Kempner (Archiv)
Solingen. Hausbesitzer sind verpflichtet, den Gehweg zu kehren. Es gibt viele Möglichkeiten, das Laub loszuwerden. Von Benjamin Dresen

Wenn die Blätter fallen, ist der Herbst da. Was bunt am Baum das Auge erfreut, wird lästig, sobald es als Laub am Boden liegt. Und wenn das erstmal nass ist, kann das für ausrutschende Fußgänger schmerzhaft enden.

Aber wer muss das Herbstlaub wegschaffen? Und wohin damit?

Die Straßenreinigungssatzung regelt eindeutig: Die Gehwege vor Häusern müssen, wie bei Schnee, die Hausbesitzer frei halten. Bei Mehrfamilienhäusern mit Mietwohnungen kann es sein, dass der Vermieter diese Pflicht auf die Bewohner übertragen hat. Ganz egal, wer sich darum kümmert: Es reicht nicht aus, die Blätter vom Gehweg auf die Straße "in die Greute" zu kehren, wie es in Solinger Mundart heißen würde. Auch mit einem Laubhaufen auf Straße oder Bürgersteig ist es nicht getan. "Das Laub muss selbst entsorgt werden", erklärt eine Sprecherin der Stadt.

Möglichkeiten dazu gibt es viele. Wer einen Garten hat, kann die Blätter verwenden, um mit weiteren Bioabfällen aus dem Haushalt einen Komposthaufen anzulegen. Wer das nicht möchte oder kann, hat die Möglichkeit, das Laub in der Biotonne zu entsorgen. Größere Mengen bis 50 Kilogramm nimmt das Entsorgungszentrum Bärenloch kostenlos entgegen. Auch die Ablieferung im Müllheizkraftwerk ist eine Option, allerdings werden dort die üblichen Gebühren fällig.

Wem das zu aufwendig ist oder wer kein Auto zur Verfügung hat, kann die städtischen Grünschnittcontainer nutzen. Im Abfallkalender und auf der Internetseite der Stadt steht, wann er wo im Stadtgebiet zu finden ist. Letzter Termin vor der Winterpause ist der 19. November.

Für das Laub auf den Straßen ist die Stadt zuständig. Die zehn Kehrmaschinen der Technischen Betriebe (TBS) sind ohnehin unter der Woche jeden Tag im Einsatz. "In der Laubzeit fahren die Kehrmaschinen täglich eine Extratour und zusätzlich auch am Samstag", erklärte eine Stadtsprecherin auf Nachfrage. Im letzten Jahr sammelten die Fahrzeuge rund 700 Tonnen Laub ein, die in der Kompostieranlage im Bärenloch entsorgt werden. Haben die städtischen Mitarbeiter größere Mengen Laub übersehen, von denen eine Gefahr ausgehen könnte, sollten Bürger die Stadt verständigen. In diesen Fällen rückt eine Handkolonne aus, um den Missstand zu beseitigen.

Quelle: RP
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