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Solingen
Hilfe aus Solingen kommt beim Bürger an

Solingen: Hilfe aus Solingen kommt beim Bürger an
Oberbürgermeister Norbert Feith bei der Feier zum 30-jährigen Bestehen der Städtefreundschaft im Innenhof desBürgermeisteramtes von Jinotega in Nicaragua. Die von Feith angeführte Delegation wird heute zurück in Solingen erwartet. FOTO: privat
Solingen. Zum 30-jährigen Bestehen der Städtefreundschaft mit Jinotega reiste eine Delegation aus Solingen nach Nicaragua.

Die langjährige Solinger Hilfe ist wirksam und kommt unmittelbar den Menschen in Jinotega zu Gute. So lautet die erste Zwischenbilanz von Oberbürgermeister Norbert Feith, der an der Spitze einer Solinger Delegation seit dem 30. Juli in Nicaragua weilt, um das 30-jährige Bestehen der Städtefreundschaft Solingens mit Jinotega zu würdigen. Die Arbeit des Solinger Freundschaftsvereins erfahre in Jinotega zu Recht hohe Wertschätzung. Die Mitglieder der Delegation, neben Feith sind das die Ratsmitglieder Jan Welzel (CDU) und Manfred Krause (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Alexandra Mehdi (Die Linke) und Mitglieder des Freundschaftsvereins, sind sich einig: Die Arbeit ist es Wert, fortgesetzt zu werden.

Am 31. Juli hatten Bürgeremeister Leonidas Centeno Rivera und Jinotegas Stadtrat zur Jubiläumszeremonie im Beisein der deutschen Botschaftsrätin Birgit Hellmund-Martínez in die Alcaldia, das Bürgermeisteramt, eingeladen. Als Gastgeschenk überreichte Oberbürgermeister Feith Schneidwaren aus Solingen, im Gegenzug erhielt er ein in Urkundenform gefasstes Gedicht eines populären Dichters. Norbert Feith erhielt zudem den "goldenen Schlüssel" des Rathauses in Jinotega, was einem Eintrag ins goldene Buch in Solingen entspricht.

An den folgenden Tagen absolvierte die Solinger Delegation ein umfassends Besuchsprogramm. Unter anderem erfuhren die Gäste bei einem Besuch im Krankenhaus der 60 000-Einwohner Stadt mit großem ländlichen Einzugsbereich, dass dort nur eine Basisversorgung möglich ist. Die nächstgelegene Spezialversorgung gibt es in Wuppertals Partnerstadt Matagalpa. Überrascht zeigten sich die Besucher von der modern ausgerüsteten Berufs- wie freiwilligen Feuerwehr, die dem Innenministerium untersteht und von dort ausgestattet wird.

Ein Tagesbesuch galt der landwirtschaftlichen Großanlage "La Fundadora" und der dort mit Solinger Hilfe gebauten Schule "Instituto de Education a distancia La Cuculmeca". Vor mehr als 20 Jahren ermöglichte ein Zuschuss von 10 000 Mark die Herrichtung des Geländes und den Bau dieser Schule. Heute kommen täglich 168 Schüler hierher, mit einem Schulweg von bis zu zwei Stunden pro Strecke. Vier der sieben Lehrerstellen werden vom Freundschaftsverein La Cuculmeca finanziert, wiederum unterstützt mit Solinger Spendengeldern vor allem der Walbusch-Stiftung und der Alexander-Coppel-Gesamtschule. Der Schulleiter berichtete den Solinger Gästen von den Erfolgen der letzten 20 Jahre. Viele seiner hoch motivierten Schüler hätten einen guten Abschluss erworben und studiert, seien heute in leitenden Positionen als Ärzte, Ingenieure und Lehrer in der Region tätig. In der zweiten Augusthälfte werden zwölf Schüler zum Austausch nach Solingen kommen. Mit einer Kranzniederlegung auf dem Friedhof von Jinotega ehrte Oberbürgermeister Feith den verstorbenen Bürgermeister Homero Guatemala, der den Auf- und Ausbau der Städtefreundschaft gefördert hat. Neben zwei vom Spar- und Bauverein unterstützten Häuserprojekten galt ein Besuch einem Projekt von DESWOS, der Entwicklungszusammenarbeit der deutschen Wohnungsbaugenossenschaften.

Die Solinger Delegation wird heute zurück erwartet.

(red)
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