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Solingen
Höhscheider hatte 800 Kinderpornos gespeichert

Solingen. Zu den 500 Deutschen, die von der Staatsanwaltschaft Bonn als Besitzer von Kinderpornografie enttarnt werden konnten, gehört auch ein 35-jähriger Mann aus Höhscheid. Weltweit waren der Polizei bei der Fahndung nach Pornografie im Internet 4000 Nutzer ins Netz gegangen. Der Solinger hat inzwischen Post von der Staatsanwaltschaft Wuppertal bekommen.

Acht Monate Haft mit Bewährung, Beschlagnahme der Hardware, die Zahlung von 1500 Euro an eine gemeinnützige Organisation sowie die Maßgabe, sich einer Sexualtherapie zu unterziehen, sind in diesem Strafbefehl aufgeführt. "Rund 800 kinderpornografische Bilder haben wir auf dem Rechner des Mannes sichergestellt", sagte der Wuppertaler Staatsanwalt Anton Deventer gestern auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Staatsanwaltschaft hatte vier Verfahren nach Wuppertal abgegeben, das des Solingers sowie drei Fälle in Wuppertal. Ende Mai war im Zuge der Ermittlungen die Wohnung des Höhscheiders von der Polizei durchsucht worden. Dabei konnte das belastende Material sichergestellt werden, das sich der 35-Jährige zum Teil bereits auf CD gebrannt hatte. CDs und die Festplatte des Computers nahmen die Ermittler mit.

Obwohl der Solinger nicht vorbestraft ist, kam nach Auskunft der Staatsanwaltschaft wegen der Anzahl der Bilder und wegen des Zeitraums, über den der Mann Kinderpornos aus dem Internet herunter lud, nur eine Freiheitsstrafe in Frage. Nach den Erfahrungen von Anton Deventer treten die meisten verurteilten Täter die verordnete Sexualtherapie an. Damit habe man sehr gute Erfahrungen gemacht, zum Teil würden sich die Verurteilten über ein Jahr lang der Therapie unterziehen.

Der 35-jährige Solinger hat nun die Möglichkeit, den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft zu akzeptieren oder Widerspruch einzulegen und es auf einen Strafprozess ankommen zu lassen.

Quelle: RP
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