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Solingen
Hofgarten mit neuem Besucher-Rekord

Hofgarten Solingen mit neuem Besucher-Rekord
Der Hofgarten am Graf-Wilhelm-Platz besteht seit zwei Jahren. Die Belegung der Verkaufsfläche liegt derzeit bei 92 Prozent. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Mehr als 5,6 Millionen Besucher strömten in den vergangenen zwölf Monaten in das Einkaufscenter in der City, das am Samstag zwei Jahre geöffnet hat. In Zukunft wollen die Verantwortlichen mehr ortsansässige Händler ansiedeln. Von Martin Oberpriller

Die elektronischen Zählmaschinen an den Eingängen zum Hofgarten sind nach wie vor gut ausgelastet. Fast genau zwei Jahre nach der Eröffnung des Einkaufszentrums in der Solinger Innenstadt am 24. Oktober 2013 präsentierten die Verantwortlichen des Hofgartens jetzt einen neuen Besucherrekord. Demnach strömten in den zurückliegenden zwölf Monaten mehr als 5,6 Millionen potenzielle Kunden in die Shoppingmall am Graf-Wilhelm-Platz. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Anstieg um insgesamt 12,4 Prozent.

"Wir sind mit dieser Entwicklung sehr zufrieden", sagte gestern Centermanager Ralf Lindl bei der Präsentation der Zahlen. Zurzeit seien 92 Prozent der Verkaufsfläche (28.400 Quadratmeter) belegt. Lindl: "Der Hofgarten hat sich in der Einkaufslandschaft der Region fest etabliert. Die Solinger haben uns angenommen".

Tatsächlich kommen die meisten Kunden nach wie vor aus der Klingenstadt selbst, wobei vor allem Besucher aus der Innenstadt das Shopping-Center auch zur Erledigung alltäglicher Einkäufe nutzen. Gäste aus anderen Solinger Stadtteilen suchen den Hofgarten hingegen vor allem an den Wochenenden auf, um beispielsweise Bekleidung zu kaufen.

Zuletzt strömten darüber hinaus vermehrt Besucher aus Wuppertal in die Solinger Stadtmitte. "Das hängt mit den vielen Baustellen dort zusammen", mutmaßte Centermanager Lindl, der betonte, der Hofgarten ziehe überdies Kunden aus weiteren Nachbarstädten wie Hilden oder vereinzelt sogar Mettmann und Langenfeld an.

Allerdings erfreuen sich nicht alle Teilbereiche des Hofgartens der selben Beliebtheit. Vor allem im Kellergeschoss gibt es Leerstände. Zwar gelang es in der zurückliegenden Zeit, mit der Modekette Kult ein großes neues Geschäft im "Basement" anzusiedeln. Gleichwohl ist es das Ziel des Centermanagements, weitere, vor allem aus Solingen stammende Händler ins Untergeschoss zu locken.

Ob sich unter den Neuzugängen am Ende auch Läden befinden werden, die dem geplanten Outlet-Center in den Clemens-Galerien weichen müssen, vermochte Ralf Lindl gestern indes nicht zu prognostizieren. Wohl liefen augenblicklich einige Gespräche, bestätigte der Hofgarten-Manager. Doch konkrete Umzüge seien noch nicht zu vermelden - zumal die Geschäfte zu den Mietern, die sich bereits im Hofgarten befänden, passen müssten. Lindl: "Es macht natürlich keinen Sinn, beispielsweise einen zweiten Schlüsseldienst im Hofgarten anzusiedeln".

Was hingegen in den Augen der Hofgarten-Verantwortlichen sehr gut passt, ist der Umbau der Clemens-Galerien zum innerstädtischen Outlet-Center. "Das ist ein Pluspunkt für die ganze Solinger City", sagte Ralf Lindl, der die Klingenstadt diesbezüglich im Vorteil gegenüber den Nachbarstädten Wuppertal und Remscheid sieht. Zudem erwartet Lindl aber auch eine Belebung anderer, bislang eher im Abseits liegender Gegenden in der Solinger Innenstadt. So sei es durchaus denkbar, dass die Hauptstraße nach der Eröffnung des Outlet-Centers einen neuen Aufschwung erfahre.

Sorgen, dass "My Urban Outlet Solingen" in den Galerien später einmal zu einer Konkurrenz für den Hofgarten wird, hat Ralf Lindl nicht. Beide Einkaufszentren könnten sich ergänzen, betonte der Centermanager. "Ich gehe nicht davon aus, dass Handelsunternehmen, die bei uns Mieter sind, in der selben Stadt auch ein Outlet-Konzept realisieren werden", sagte Lindl.

Quelle: RP
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