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Solingen
Humboldt-Roboter sind erstklassig

Solingen: Humboldt-Roboter sind erstklassig
Die Roboter-AG des Humboldt-Gymnasiums: Der stellvertretende Schulleiter Hartmut Wilharn, Max Märken, Doreen Struckmeier und Celine Sander (von links). FOTO: Martin Kempner
Solingen. Die AG für die Technikfans des Gymnasiums feiert Erfolge. Finanzielle Unterstützung erhält sie von der Jugendstiftung des Versandhauses Walbusch. Im November geht es für die Solinger zum Wettstreit der "First Lego League". Von Alexander Riedel

Was auf den ersten Blick aussieht wie ein kleines Spielzeug-Feuerwehrauto, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Wunderwerk der Technik: "Es kann etwa eine Stunde lang fahren, auch um 90 Grad nach links und rechts abbiegen und Töne abgeben", erklärt der 14-jährige Max Märken. Er gehört zur derzeit zwölfköpfigen Roboter AG des Humboldt-Gymnasiums. Die hat in diesem Jahr weit über die Stadtgrenzen Solingens hinaus auf sich aufmerksam gemacht: Beim ZDI-Roboterwettbewerb - das Kürzel steht für die unter anderen vom Bundesland Nordrhein-Westfalen geförderte Initiative "Zukunft durch Innovation" - gewannen die Schüler im Alter zwischen elf und 16 Jahren im Sommer in Mülheim an der Ruhr den ersten Preis und setzten sich damit gegen 160 konkurrierende Teams durch. Dabei musste ihr aus Lego-Teilen gebauter Roboter auf einer begrenzten Spielfläche verschiedene Aufgaben erfüllen - zum Beispiel Gegenstände in bestimmte Felder hineinschieben.

Schon Monate vorher hatten die Planungen begonnen, um eine wettbewerbsfähige Apparatur zu kreieren. "Die Form unseres Roboters ist besonders gut geeignet für den rechteckigen Aufbau des Spielfeldes", sagt Hartmut Wilharm, stellvertretender Schulleiter und Betreuer der AG. Die hatte er vor zehn Jahren selbst ins Leben gerufen. "Ich habe damals den Antrag an den Schulverein gestellt, vier Roboter-Sets kaufen zu dürfen", erinnert er sich. Inzwischen sei das Projekt längst zu einem Selbstläufer geworden. Finanzielle Unterstützung erhält die AG auch von der Jugendstiftung des Versandhauses Walbusch. "Es gibt nur wenige vergleichbare Projekte, die sich Bereichen wie Technik und Ingenieurwissenschaft zuwenden", begründet Walbusch-Geschäftsführer Dr. Bert Hentschel das Engagement. Die zusätzlichen Mittel ermöglichten der Arbeitsgemeinschaft unter anderem die Anschaffung eines eigenen Notebooks, über das der Roboter nun gesteuert wird.

Die Schöpfungen der jungen Technikfans sind im Laufe der Zeit immer ausgefeilter geworden. "Mein erster Roboter ist auseinandergefallen", gibt etwa Max Märken schmunzelnd zu, "aber man wird immer besser." Das bestätigen auch seine Kolleginnen Doreen Struckmeier und Celine Sander (beide 14). Doch nicht nur das Tüfteln, der Umgang mit der Technik und der Erfolg ihrer Errungenschaften begeistern sie an der AG. "Es ist eine tolle Gemeinschaft, in der sich alle gegenseitig helfen", sagen die beiden naturwissenschaftlich interessierten Mädchen unisono. Zeit zum Verschnaufen nehmen sich die Humboldt-Schüler, die sich üblicherweise einmal pro Woche treffen, nicht. Denn das nächste große Kräftemessen steht fast unmittelbar bevor: Ende November geht es für die Solinger Schüler zum Wettstreit der "First Lego League" nach Königswinter. In der können sich jugendliche Technik-Asse sogar über die verschiedenen Ebenen bis hin zu einem Weltfinale weiterqualifizieren.

Quelle: RP
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