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Solingen
Ilka Werner: Die Freiheit bauen und bewahren

Solingen. Vor der Gefährdung unserer eigenen Werte warnt Superintendentin Dr. Ilka Werner in ihrer aktuellen Kanzelabkündigung, die morgen, Sonntag, in den Gottesdiensten im Evangelischen Kirchenkreis verlesen werden soll. Als Beispiel nennt sie die Freiheit. Sie lasse sich nicht durch die Errichtung neuer Grenzen verteidigen. Im Gegenteil - wo Grenzen als Folge von Terroranschlägen oder als Abschottung vor Menschen auf der Flucht neu errichtet würden, werde die Freiheit zerstört: "Wer andere aussperrt, sperrt am Ende sich selbst ein. Das wissen wir aus der Zeit der deutschen Teilung."

In einer Zeit, in der viele Menschen die Fußball-Europameisterschaft verfolgen, bittet Superintendentin Werner die Menschen in Solingen, auch beim Engagement für Flüchtlinge und deren Integration "am Ball zu bleiben". Angesichts einer Weltordnung, die durch Terroranschläge, Gewaltexzesse und einen immer rauer werdenden politischen Umgangston im In- und Ausland aus den Fugen geraten sei, brauche man einen "klaren Kopf, eine deutliche innere Haltung, persönlichen Mut und einen langen Atem, um unsere freie und friedliche Stadt zu bauen und zu bewahren". Dabei, so die Theologin, könne helfen, sich an einem Wort des Apostels Paulus aus dem ersten Korintherbrief in der Bibel zu orientieren: "Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark! Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen! (1. Korintherbrief 16, 13.14)"

(red)
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