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Solingen
Im Berufsleben wieder Fuß fassen

Solingen: Im Berufsleben wieder Fuß fassen
Sandra Soppe ist Mitarbeiterin des Jobcenters und dort Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. FOTO: mak
Solingen. Die Beauftragte für Chancengleichheit im städtischen Jobcenter, Sandra Soppe, zeigt Frauen den Weg in eine Beschäftigung auf. Von Uwe Vetter

Die alleinerziehende Mutter im Alter von knapp 30 Jahren mit Migrationshindergrund hat ein Kind zu versorgen. Gleichwohl will sie arbeiten. In einem pflegerischen Beruf kommt sie zunächst als geringfügig Beschäftigte unter, arbeitete dann im mobilen Pflegedienst. Heute arbeitet sie 30 Stunden die Woche und mit höherer Verantwortung im Pflegedienst - und ist raus aus dem Leistungsbezug des Jobcenters. Darüber freut sich Sandra Soppe. Sie ist Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt in der kommunalen Behörde und hat die Frau gut eineinhalb Jahre auf ihrem Weg zurück in den Beruf begleitet. "Kindererziehung und Beruf vereinbaren, das ist eine besondere Herausforderung", sagt Soppe. Gerade bei der Kinderbetreuung versucht die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, ihrem Klientel Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen. "Wir arbeiten eng mit dem Stadtdienst Jugend und auch Schulen zusammen", sagt Soppe. Wichtig sei, den Austausch zu fördern sowie "bedarfsgerecht und zielgerecht" zu beraten. "Unser Ziel ist es immer, Frauen in dauerhafte, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bringen", sagt Soppe.

Das betont auch der Leiter des Jobcenters, Mike Häusgen. Von den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten rund 10.700 Menschen, die das Jobcenter betreut, sind mehr als die Hälfte Frauen. Insgesamt 5576, das entspricht einem Anteil von 52 Prozent. Die Zahl der Alleinerziehenden liegt bei 1607. "Davon sind über 90 Prozent Frauen", sagen Sandra Soppe und Mike Häusgen und ergänzen: "Wir müssen daran arbeiten, damit die Quote der erwerbstätigen Frauen steigt."

Angeboten werden dafür von Sandra Soppe auch offene Sprechstunden für Erziehende, gestern gab es beispielsweise auch eine Informations- und Beratungsveranstaltung für Mütter mit Kindern unter drei Jahren im Jobcenter an der Kamper Straße in Ohligs. Infoangebote für Wiedereinsteigerinnen in Form von Elterncafés und Elternkursen in den Familienzentren gehören mit zum Aufgabenspektrum von Sandra Soppe, auch Flüchtlingsfrauen werden beraten, zudem Integrationsfachkräfte dabei unterstützt, wenn es gilt, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf insbesondere bei der Kinderbetreuung hinzubekommen.

Das kommunale Jobcenter mit seinen 200 Beschäftigten kümmert sich aktuell um rund 8000 sogenannte Bedarfsgemeinschaften mit etwa 16.000 Menschen. Sandra Soppe ist unter Telefon 290-3995 zu erreichen.

Quelle: RP
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