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Seit Sonntag geschlossen
Im Hallenbad wird der Abriss vorbereitet

Seit Sonntag geschlossen: Im Hallenbad wird der Abriss vorbereitet
Im Foyer des Hallenbades Vogelsang an der Focher Straße steht noch der alte Kassenautomat. FOTO: Köhlen Stephan
Solingen. Am Vogelsang wird bis Samstag der letzte Tropfen Wasser aus dem großen Becken abgelaufen sein. Verwertbares wird gesichert. Von Uwe Vetter

Die Pläne für den Neubau hängen in der Fensterfront. Sie zeigen, wie schön das Hallenbad Vogelsang einmal an gleicher Stelle aussehen soll. Seit dem vergangenen Sonntag ist das 42 Jahre alte Bad an der Focher Straße in Wald geschlossen und wartet darauf, entkernt und schließlich abgerissen zu werden. Im 25-Meter-Becken ist gleichwohl noch Wasser drin. "Es fließt langsam ab, "sagt Schwimmmeisterin Cornelia Duhr. "Spätestens am Samstag ist auch das große Becken leer".

Im Planschbecken ist bereits kein Wasser mehr, ebenso das Lehrschwimmbecken auf der anderen Seite des Hallenbades ist leer. Die Uhr an der Wand ist dagegen noch intakt. Völlig ohne Leben ist das Hallenbad seit der Stöpsel-Raus-Party am Sonntag allerdings nicht. Auch gestern nicht. Wie an den Vortagen sind einige Mitarbeiter der Bädergesellschaft fleißig dabei, noch verwertbare Gegenstände zusammenzutragen. "Aqua-Fitnessgeräte", sagt Cornelia Duhr. "Unter anderem auch Reinigungsmittel oder Personalumkleiden. Das können wir im Klingenbad oder im Heidebad noch gut gebrauchen."

Die Geschäftsführerin der Bädergesellschaft, Kirsten Olsen-Buchkremer (li.), und Schwimmmeisterin Cornelia Duhr haben nach der Stöpsel-Raus-Party am vergangenen Sonntag nun alle Hände voll zu tun. Denn Anfang November kommt bereits das Abriss-Unternehmen. FOTO: Stephan Köhlen

Auch die großen Eistruhen aus der ehemaligen Cafeteria fanden einen neuen Abnehmer. Sie wurden gestern Nachmittag abgeholt. Für die Pflanzen rings um das Becken wurde ebenfalls ein neues Zuhause gefunden, längst aber nicht für alle. "Anfang November kommt die Abbruchfirma", sagt die Geschäftsführerin der Solinger Bädergesellschaft, Kirsten Olsen-Buchkremer. Sie lobt die Arbeit der Mitarbeiter, die mit Hochdruck noch Verwert- beziehungsweise Nutzbares aus dem Schwimmbad holen. "Man ist schon wehmütig, wenn man sieht, wie das Bad jetzt aussieht", hatte Olsen-Buchkremer bereits tags zuvor im Sportausschuss gesagt.

Bevor die professionelle Abrissfirma anrückt, "müssen alle Leitungen leer sein", so die Bäderchefin. Das wurde bereits am Montag erledigt, ergänzt Cornelia Duhr mit Blick beispielsweise auf das Chlorgas. Kommenden Montag wird das alte Hallenbad stromlos geschaltet. "Mitte Januar wird die Abbruchfirma fertig sein. Dann kommt unmittelbar der Generalübernehmer und startet mit dem Neubau", sagt Kirsten Olsen-Buchkremer. Läuft alles glatt und spielt auch die Witterung mit, könnte um Ostern herum Grundsteinlegung sein.

Der Rohbau des neuen Hallenbades an sich ist architektonisch nicht die große Herausforderung. "Innenausstattung und Technik nehmen dagegen viel Zeit in Anspruch", sagt die Geschäftsführerin der Bädergesellschaft. Sie hofft, dass möglichst viele Schwimmer ab den Herbstferien das öffentliche Schwimmen nun im Sportbad Klingenbad in Anspruch nehmen werden. Dort wird am kommenden Samstag auch der SC Solingen letztmalig öffentliches Schwimmen anbieten. Der SC hat dies in den vergangenen sechs Jahren jeweils samstags von 10.30 bis 12.30 Uhr angeboten und die Aufsicht gestellt. "Wir sind damals dazu vom ehemaligen Oberbürgermeister Norbert Feith gedrängt worden", sagt Kurt Junker vom SC Solingen.

Nun übernimmt die Bädergesellschaft diese Stunden vom SC. Ebenso das Frühschwimmen, das der Sportbund bisher betreut hat. Nicht nur im 50-Meter-Becken des Sportbades können die Frühschwimmer (6.30 bis 8 Uhr) ihre Bahnen ziehen, auch das Variobecken mit seinem rund 30 Grad warmen Wasser kann genutzt werden - sofern es nicht gerade anderweitig von Vereinen belegt ist. Dienstags und donnerstags von 8 bis 10 Uhr wird Wassergymnastik angeboten.

Am Wochenende steht ein Großteil der Wasserzeit den Freizeitsportlern zur Verfügung. Darüber hinaus werden täglich zwei Bahnen des 50-Meter-Beckens für das öffentliche Schwimmen reserviert. Zusammenrücken ist während der Neubauphase also angesagt.

Quelle: RP
 
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