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Solingen
Im Jahr 2030 nur noch halb so viele Pfarrstellen

Solingen: Im Jahr 2030 nur noch halb so viele Pfarrstellen
Der Turm der Stadtkirche überragt die Häuser der City. In dem Gotteshaus berät die Synode des Kirchenkreises über Zukunftsfragen. FOTO: Radtke, Guido (gra)
Solingen. Über Zukunftsfragen berät die Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises in der Stadtkirche am Fronhof.

Es geht um Zukunftsfragen für die zehn Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreises. "2025 - evangelisch in Solingen" lautete gestern Abend das Thema zum Auftakt der Herbstsynode in der Stadtkirche am Fronhof. "Veränderungen werden auch zukünftig unsere kirchliche Realität prägen", erklärt Superintendentin Dr. Ilka Werner. "Nach dem Vortrag von Präses Rekowski über ,Kirche im Umbruch' im vergangenen Jahr möchten wir jetzt einen nächsten Schritt machen und unsere Möglichkeiten und Aufgaben für die nächsten zehn Jahre in den Blick nehmen."

Um die evangelischen Realitäten in aller Vielfalt zu betrachten, sollten die rund 70 Synodalen ein neues Synodenformat ausprobieren. Statt eines Vortrags und einer Aussprache im Plenum waren im Bürgersaal der Stadtkirche 15 Cafétische vorgesehen. So konnte an jedem Tisch ein Gastgeber die Synodalen und Gäste der Synode einladen, zu jeweils einem bestimmten Stichwort wie "Wachsen", "andere Wahrheiten", "Ortswechsel" oder "Beteiligung" eigene Ideen, Wahrnehmungen oder Aspekte zu nennen und darüber ins Gespräch zu kommen.

"Es geht darum, dass möglichst viele mit ihren Ideen und Einschätzungen zu Wort und ins Gespräch kommen", betont die Superintendentin. "Die Orientierung hin auf konkrete Entscheidungen soll später folgen."

Am heutigen Samstag stehen bei der Herbsttagung des Evangelischen Kirchenkreises in der Stadtkirche Berichte von Superintendentin Werner sowie der Gemeinden auf der Tagesordnung. Dabei waren die Gemeinden in diesem Jahr dazu aufgefordert, aus ihrer Sicht über Potentiale und Gefahren für die Zukunft zu diskutieren.

Sowohl für den Pfarrdienst als auch für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, für Küster- und Hausmeisterdienste sowie für die Kirchenmusik sind kurzfristig keine großen Veränderungen bei der Personalplanung geplant. Langfristig sieht das allerdings anders aus. Die Planung der Evangelischen Kirche im Rheinland sieht für den Solinger Kirchenkreis beim Pfarrdienst im Jahr 2030 nur noch knapp 13 statt derzeit insgesamt mehr als 26 Pfarrstellen vor. Auch über die evangelische Flüchtlingshilfe in Solingen wird auf der Synode informiert, ebenso über den Besuch einer Partnerschaftsdelegation vor wenigen Wochen in Indonesien sowie über die Planungen zum Reformationsjubiläum 2017. Schließlich soll auch der Haushalt für das kommende Jahr 2016 verabschiedet werden. Mit einer Andacht startet der zweite Synodentag am heutigen Samstag um 8.30 Uhr. Danach wird der neue Oberbürgermeister Tim Kurzbach ein Grußwort an die Synodalen richten. Die Synodaltagung ist grundsätzlich öffentlich.

(tws)
 
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