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Solingen
Im Januar werden wieder mehr Arbeitslose gezählt

Solingen. Zum Ende des vergangenen Jahres liefen viele befristete Arbeitsverträge aus. Von daher war der Anstieg der Jobsuchenden im Januar für Martin Klebe nicht außergewöhnlich. Vielmehr "saisontypisch", sagt den Chef der Arbeitsagentur Solingen-Wuppertal. Erfreulich sei aber, dass die Zunahme der Arbeitslosigkeit niedriger ist als im Durchschnitt der letzten drei Jahre.

Zudem sei auch die aktuelle Erwerbslosigkeit im Städtedreieck Solingen, Wuppertal, Remscheid um rund 2300 niedriger als vor einem Jahr. "Aufgrund des Fachkräftebedarfs werden zunehmend die jungen Leute, die jetzt ihre zweieinhalb oder dreieinhalbjährigen Ausbildungen abgeschlossen haben, nahtlos von den Unternehmen übernommen", sagt Martin Klebe.

Er sieht ohnehin weiter einen hohen Fachkräftebedarf in den klingenstädtischen Unternehmen. Aber auch Helfer werden insbesondere in den Bereichen Metallerzeugung und -bearbeitung, Metallbau, Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen gesucht - darüber hinaus in den Gesundheitsberufen, Verkehr, Logistik sowie Mechatronik. Arbeitgeber meldeten im Januar weitere 297 freie Stellen. Insgesamt werden damit in Solingen aktuell 1765 Arbeitskräfte gesucht. Das Stellenangebot liegt damit um 65 Prozent höher als noch vor Jahresfrist.

Dagegen erhöhte sich aber der Bestand der Erwerbslosen - im Januar um 169 auf 6858 Menschen. Die Arbeitslosenquote stieg von 7,8 Prozent im Dezember auf nunmehr acht Prozent. Allerdings waren im Vergleichsmonat des Vorjahres (8,8 Prozent) noch 679 Personen mehr als jetzt auf Jobsuche.

Von den insgesamt 6858 Arbeitslosen entfallen 2108 auf die Arbeitsagentur, 4750 werden dagegen vom städtischen Jobcenter betreut. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen - Personen, die bereits ein Jahr und länger auf Jobsuche sind - beträgt fast 40 Prozent (2725 Personen).

(uwe)
 
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