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Solingen
Im öffentlichen Dienst drohen weitere Warnstreiks

Solingen. Vergangene Woche ließen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes schon einmal die Muskeln spielen: Knapp 200 Angestellte der Stadt sowie von städtischen Tochterunternehmen waren am 7. April dem Aufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di gefolgt und hatten für drei Stunden die Arbeit niedergelegt. Die Müllabfuhr war beteiligt, zudem einige Kindertagesstätten. Die Auswirkungen hielten sich indes in Grenzen.

Das kann sich ändern. Denn bei der zweiten Verhandlungsrunde wurde nun vonseiten der Arbeitgeber aus Bund und Kommunen ein Angebot auf den Tisch gelegt: Drei Prozent mehr Lohn sollen die Beschäftigten bekommen - ein Prozent für dieses Jahr, zwei Prozent im nächsten Jahr.

Für ver.di-Chef Frank Bsirske ein "dreistes und provokatives" Angebot. Zumal die Gewerkschaft sechs Prozent mehr Lohn für die Mitarbeiter beim Bund und in den Kommunen gefordert hat. Überdies unter anderem eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um pauschal 100 Euro.

Im ver.di-Bezirk Rhein-Wupper, zu dem auch Solingen gehört, kündigt Gewerkschaftsfunktionär Lothar Reitzer angesichts des mauen Arbeitgeberangebotes im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde am 28./29. April in Potsdam nun weitere Warnstreiks an: "Das Angebot ist nicht akzeptabel", sagte Reitzer.

Auch Udo Wegner, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Komba, kann dem Angebot der Arbeitgeber nichts abgewinnen. "Das hat mit Wertschätzung der Beschäftigten nichts zu tun", sagt Udo Wegner und kündigt ebenfalls Aktionen vor der dritten Verhandlungsrunde an.

(uwv)
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