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Solingen
Im Stadtteilbüro laufen die Fäden zusammen

Solingen: Im Stadtteilbüro laufen die Fäden zusammen
Stadtdirektor Hartmut Hoferichter (3.v.r.) eröffnete das Stadtteilbüro in Ohligs. FOTO: Mak
Solingen. Zwei Mal pro Woche sind Martin Vöcks und Anna Lerch im neu eröffneten Büro an der Kamper Straße in Ohligs vor Ort. Von Alexander Riedel

So gut besucht wie am Tag der offiziellen Eröffnung könnte es im Ohligser Stadtteilbüro nach dem Willen der Verwaltungsspitze wohl ruhig öfter sein: "Die Ohligser sind offene Menschen und werden auf Sie zugehen", gab Stadtdirektor Hartmut Hoferichter dem neuen Stadtteilmanager Martin Vöcks mit auf den Weg. Der bestätigte diese Einschätzung und erklärte: "Wir haben schon eine Reihe von Institutionen kennengelernt und freuen uns auf die Zusammenarbeit." Am Donnerstagabend ging das neu eingerichtete Büro an der Ecke Steinstraße/Kamper Straße offiziell an den Start. Martin Vöcks und Anna Lerch von der "STERN Gesellschaft für behutsame Stadterneuerung" sind an zwei Tagen in der Woche für die Bürger des Stadtteils ansprechbar. "Sie übernehmen dabei eine wichtige Mittlerfunktion", sagte Hoferichter.

Die Stadtteilmanager sollen die vielfältigen Aktivitäten in Ohligs - insbesondere die Baumaßnahmen östlich des Hauptbahnhofs - begleiten und die Bürger informieren. Pläne an der Wand im Büro zeigen zum Beispiel den von vielen Spielgeräten gesäumten "Sternenpfad" zwischen Sauerbreystraße und dem Planetarium Galileum, das im Jahr 2017 eröffnet werden soll. Doch die Bürger sind auch aufgerufen, sich selbst mit eigenen Anregungen und Ideen im Stadtteilbüro zu melden: Denn Martin Vöcks und Anna Lerch betreuen auch den Verfügungsfond für Ohligs. Jeweils rund 29 000 Euro können im Rahmen des integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts in den nächsten drei Jahren für Projekte zugunsten der Bevölkerung abgerufen werden. Die Spanne reicht dabei von kleinen baulichen Maßnahmen bis zur Unterstützung kultureller Veranstaltungen. 80 Prozent der Mittel stammen vom Land, 20 Prozent aus der Stadtkasse.

Grundsätzlich kann jeder mit einem Antrag auf die entsprechende Förderung an die Stadtteilmanager herantreten. "Wir beraten in der Frage der Förderfähigkeit", erklärte Martin Vöcks. Die Entscheidung über die Verwendung der Mittel wird indes ein 16-köpfiger Stadtteilbeirat treffen. Rund die Hälfte der Plätze im Gremium ist bereits vergeben: Im ersten Stadtteilforum, zu dem sich am Donnerstagabend rund 30 interessierte Bürger in der Geschwister-Scholl-Schule an der Uhlandstraße versammelten, wurden die ersten Mitglieder benannt: Sie kommen aus Bezirksvertretung, Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft, Ohligser Jongens, dem Verein Immobilien- und Standortgemeinschaft Solingen-Ohligs, evangelischer Jugend, der Sparkasse und der Walter-Horn-Gesellschaft. Auch die Schulen des Stadtteils entsenden einen Vertreter. Die restlichen Plätze sollen in einer weiteren Veranstaltung, ebenfalls an der Uhlandstraße am 23. Mai um 19 Uhr, an Vertreter der Bürgerschaft und von Vereinen vergeben werden. Zuvor jedoch, am 28. April, muss der Stadtrat den Verfügungsfond erst noch offiziell absegnen.

Quelle: RP
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