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Solingen
In Obhut genommenes Baby lebt in neuer Pflegefamilie

Solingen. Die Auseinandersetzung um ein wenige Wochen nach der Geburt aus seiner Familie genommenes Mädchen ist nach wie vor nicht beendet. Wie eine Sprecherin der Stadt Solingen in dieser Woche auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte, wurde der Säugling mittlerweile außerhalb der Klingenstadt untergebracht.

Demnach lebt das Kind - bis zur Klärung der juristischen Streitigkeiten - nun in einer neuen Pflegefamilie am Niederrhein. Der Hintergrund: Nachdem die Emotionen in dem Fall des Mädchens während der zurückliegenden Woche hochgekocht waren, hatte die erste Pflegefamilie des kleinen Mädchens zuletzt dem von Außen auf sie einwirkenden Druck nur noch schwer standgehalten.

Ende 2017 hatten Ärzte des Klinikums bei einer Untersuchung der Kleinen rund drei Wochen nach ihrer Geburt Symptome festgestellt, die auf ein Schütteltrauma bei dem Baby hinwiesen. Darauf informierten die Mediziner das Jugendamt der Stadt, das sich schließlich dazu entschloss, das Kind Anfang Januar zunächst einmal aus seiner Familie zu nehmen.

Seither kämpfen die Eltern des Mädchens darum, ihre Tochter zurückzubekommen. Der Fall beschäftigt zurzeit die Gerichte. Gleichzeitig verbreitete die Familie des Kindes ihre Sichtweise in sozialen Medien im Internet, was zur Folge hatte, dass Jugendamtsmitarbeiter massiv bedroht wurden. Zuletzt engagierte die Stadt darum einen privaten Wachsdienst für die Jugendamt-Stelle in Wald.

(or)
 
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