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Solingen
Ittertal: Initiative wirft Stadt "Salamitaktik" vor

Solingen. Die Bürgerinitiative "Rettet das Ittertal" stellt nach wie vor die Notwendigkeit zur Ausweisung neuer Gewerbegebiete in dem Grünzug an der Stadtgrenze zu Haan in Frage und verlangt aus diesem Grund einmal mehr einen vollständigen Planungsstopp für sämtliche Vorhaben im Ittertal.

Vor der Sitzung des Planungsausschusses in der kommenden Woche, für die eine städtische Vorlage zu dem Thema vorliegt, ist die Initiative jetzt zum wiederholten Male in die Offensive gegangen und richtet schwere Vorwürfe an die Adresse der Verwaltung. Diese versuche im Vorfeld der Ausschusssitzung, weitere Diskussionen zu verhindern und Beschlüsse der mit der Materie befassten Bezirksvertretungen zu umgehen. Denn dadurch, dass die Vorlage den Planungspolitikern lediglich zur Kenntnis gestellt würde, werde eine Vorwegnahme von Entscheidungen getroffen, die später kaum noch rückgängig zu machen seien, monierte "Rettet das Ittertal" in einem Anfang der Woche verschickten Brief an alle Ausschussmitglieder sowie Oberbürgermeister Tim Kurzbach.

Darüber hinaus kritisiert die Initiative, die Stadt habe eine Empfehlung aus dem Gesamtgutachten zum Ittertal inzwischen dahingehend verändert, dass zukünftig wieder auf der gesamten Fläche der geplanten Gewerbegebiete Bauten entstehen könnten. Der Hintergrund: In der Expertise waren einige der ursprünglich einmal vorgesehenen Gewerbeareale als nicht beziehungsweise kaum geeignet bezeichnet worden.

Dabei geht der Initiative aber auch das Gutachten nicht weit genug. Vielmehr geht "Rettet das Ittertal" davon aus, es gebe genug Gewerbeflächen in Solingen - so dass auf neue Gebiete im Ittertal in Gänze verzichtet werden könne.

(or)
 
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