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Solingen
Jetzt kommt noch mehr Bergisches auf den Teller

Solingen. Nach dem Erfolg des ersten Rezeptheftes, das unter dem Motto "Bergisches auf den Teller! - Nichts liegt näher ... Rezepte und mehr" vor allem Rezepte von prominenten Solingern mit regionalen Produkten als Zutaten enthielt, hat die Arbeitsgemeinschaft (AG) Konsum und Ernährung inzwischen nachgelegt und ein weiteres Rezeptheft veröffentlicht. Von Sandra Grünwald

Ab sofort liegt das zweite Heft "Bergisches auf den Teller! - Nichts liegt näher ... neue Rezepte und mehr" in der Verbraucherzentrale am Werwolf, den Bürgerbüros und der Stadtbibliothek aus.

"Angesichts des Klimawandels haben wir uns bei dem zweiten Heft auf vegetarische und vegane Rezepte fokussiert", verrät Bernhard Erkelenz. Das Rezeptheft funktioniere wie ein Transmissionsriemen. "Man kommt mit den Leuten ins Gespräch", so Erkelenz. Und das ist es, was die Mitglieder der AG Konsum und Ernährung gerne möchten. "Wir wollen nicht nur dazu anregen, die Rezepte nachzumachen, sondern auch auf die Zusammenhänge aufmerksam machen, die zwischen Ernährung, dem Hunger in der Welt und dem Klimaschutz bestehen", betont Erkelenz. Deshalb sind in dem Rezeptheft auch Beispiele von Mahlzeiten einander gegenübergestellt, die die Entstehung von umweltschädlichem CO2 verdeutlichen.

So wird für einen Teller Mischgemüse mit Kartoffeln nur wenig mehr als ein Zehntel von der Menge CO2 freigesetzt, die entsteht, wenn anstelle des Gemüses eine Frikadelle auf dem Teller liegt. Es geht der Arbeitsgruppe nicht darum, möglichst viele von einem vegetarischen oder veganen Lebensstil zu überzeugen, sondern vielmehr darum, das Bewusstsein der Menschen ein wenig zu schärfen. "Mal auf das zu achten, was in der Region wächst und auf die Saison zu achten", sagt Julia Ogiermann, Umweltberaterin der Verbraucherzentrale, die die Aktivitäten der AG Konsum und Ernährung koordiniert. Aus diesem Grund finden sich auch im zweiten Rezeptheft Saisontabellen, die auflisten, welches Obst und Gemüse in welchem Monat gerade "Saison" hat.

"Wir möchten anregen, sich darüber Gedanken zu machen, wo die Lebensmittel herkommen", betont auch Jutta Hohmann-Leddin. Natürlich wurden alle Rezepte vorher auch ausprobiert.

"Sie sind alle so verfeinert, dass es der Allgemeinheit schmecken dürfte", sagt Hohmann-Leddin. Bei den Zutaten wurde auf naturbelassene und einfache Produkte geachtet. Und natürlich darauf, dass es am Ende schmeckt. "Wir möchten die Leute ermutigen, einfach mal etwas anderes auszuprobieren", erklärt Julia Ogiermann.

Wer es tut, wird schnell feststellen, dass an dem Vorurteil, vegetarische oder vegane Gerichte schmecken fad oder langweilig, überhaupt nichts dran ist.

Quelle: RP
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