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Solingen
"Jokebox" löst sich Ende 2018 auf

Solingen: "Jokebox" löst sich Ende 2018 auf
Sucht nach neuen Wegen: Jokebox-Frontmann Ralf Becker (li.). FOTO: Moll
Solingen. Coverband zieht nach 27 Jahren und über 850 Konzerten einen Schlusstrich.

Ende 2018 spielt die Coverband "Jokebox" ihr letztes Konzert. Das gab Bandgründer und Sänger Ralf Becker gestern bekannt. Ein Jahr lange wolle "Jokebox" noch mal richtig Gas geben. "Aber dann ist Schluss", betont Becker. Und das vor allem aus drei Gründen: Sechs der acht Musiker spielen inzwischen auch in anderen Formationen. Der Zeitplan wird enger und so muss die Band immer öfter auf "Aushilfen" zurückgreifen. "Aber das ist dann nicht mehr Jokebox", sagt Becker. Die Qualität verändere sich, das Publikum nehme die ständigen Veränderungen wahr. "Und deswegen wollen wir jetzt aufhören, wo wir noch einen Namen haben."

Bandgründer Ralf Becker wirft noch einen weiteren Grund in die Waagschale: "Teile der Band wollten nicht mehr unplugged spielen", sagt er. Seit 2002 spielt die Band einmal im Jahr ohne technische Unterstützung in der "Katt" in Wermelskirchen. Das Publikum in der Region war stets begeistert und sorgte stets für ausverkaufte Konzerte.

"Ich habe schon vor fünf Jahren mal darüber nachgedacht, die Jokebox-Geschichte zu beenden", sagt Becker, "die Zeiten haben sich einfach geändert." Damals machte er weiter, die Band auch. Aber bereits vor einem halben Jahr diskutierten die Musiker die Auflösung. Ende nächsten Jahres spielt die Coverband "Jokebox" dann ihr Abschiedskonzert - wahrscheinlich in der Katt. Ehemalige Musiker und Sängerinnen könnten dann mit "Jokebox" auftreten und auch befreundete Sänger, die zum Duett gebeten werden könnten. Denn Ralf Becker und Keyboarder Peter Schlett, der auch zu den Gründern gehörte, sind in den vergangenen 27 Jahren vielen Musikern begegnet. 850 Konzerte hat "Jokebox" gespielt.

Im nächsten Jahr hat die Band noch Großes vor: das große "Classic meets Pop"-Konzert am 4. und 5. Mai in Dabringhausen (zusammen mit Symphonie- und Blasorchester), aber auch viele weitere Auftritte in der Region. "Ich will ja nicht aufhören, Musik zu machen", sagt Becker. Er wolle mal sehen, welche Wege sich auftun würden. Die Unplugged-Reihe sei ihm wichtig, die wolle er in jedem Fall fortsetzen. "Und ich habe da so eine Swing-Idee mit Bläsern", sagt er. Den Namen "Jokebox" aber wird es dann nicht mehr geben.

(dem)
 
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