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Solingen
Jugendlichen mit Problemen gezielt helfen

Solingen: Jugendlichen mit Problemen gezielt helfen
Jugendförderer (v.l.): Mike Häusgen, Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Martin Klebe und Rüdiger Mann. FOTO: Uwe Vetter
Solingen. Die Stadt Solingen und die Agentur für Arbeit unterzeichneten Kooperationsvereinbarung. Von Uwe Vetter

Eine Jugendberufsagentur wollen die Stadt, das Jobcenter und die Arbeitsagentur gemeinsam aufbauen. Ziel ist es, Jugendlichen mit Problemen optimal zu helfen - über behördliche Grenzen hinweg. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde gestern Nachmittag im Rathaus unterzeichnet. "Wir wollen Menschen nicht nach Gesetzen einteilen, sondern gesetzliche Lösungen für die jungen Menschen im Alter von 15 bist 24 Jahren finden", sagte Oberbürgermeister Tim Kurzbach mit Blick auf das Sozialgesetzbuch. Es sei zwar alles gesetzlich geregelt, doch die individuelle Förderung solle nun größeren Raum einnehmen. "Damit uns keiner durch die Maschen fällt", ergänzte der Oberbürgermeister. Mit der Kooperationsvereinbarung sind das Team Jugend und der Fachbereich Migration des Jobcenters, die U25-Berufsberatung der Agentur für Arbeit, der Stadtdienst Jugend und die Jugendgerichtshilfe nun angehalten, bei der Betreuung von Jugendlichen mit Problemen - beispielsweise im sozialen Bereich, Sucht oder fehlende Berufsorientierung - angehalten, eng zusammenzuarbeiten. "Gemeinsam können wir optimale Lösungen finden", so Kurzbach. Bislang habe man mehr oder weniger nebeneinander gearbeitet. "Die eine Behörde hat sich um die Berufsorientierung gekümmert, die andere um die Suchtproblematik", sagte Martin Klebe. Es komme darauf an, "die Hilfssysteme zu koordinieren und miteinander den Jugendlichen zu helfen", ergänzte der Chef der Arbeitsagentur Solingen-Wuppertal. Das sehen auch der Leiter des Jobcenters, Mike Häusgen, und der Leiter des Stadtdienstes Jugend, Rüdiger Mann, so. Regelmäßige Treffen der Behörden sind geplant, damit einigen 100 Jugendlichen gezielt unter die Arme gegriffen werden kann. Eine zentrale Anlaufstelle gibt es aber nicht. "Wir müssen näher an die Jugendlichen heran", so Mike Häusgen, "wir müssen den Jugendlichen Perspektiven geben", sagte Rüdiger Mann. Der erleichterte Zugang zu den Dienstleistungsangeboten von Stadt und Arbeitsagentur soll dabei helfen, diese Ziele zu verwirklichen.

Gleichwohl gilt es, die Rahmenbedingungen der Behörden zu verbessern, die mit unterschiedlichen PC-Systemen unterwegs sind. "Ziel ist, Dienstleistungen aus einer Hand für die Jugendlichen anbieten zu können", erklärte Martin Klebe.

Quelle: RP
 
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