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Solingen
Kaimer hatte die längste Amtszeit

Solingen. "Die Heimat": Beiträge zur Geschichte Solingens und des Bergischen Landes.

Herausgegeben im Auftrag des Bergischen Geschichtsvereins (Abteilung Solingen) bietet die einmal im Jahr erscheinende Publikation "Die Heimat" regelmäßig Beiträge zur Geschichte Solingens und des Bergischen Landes. Zum Jahreswechsel ist Heft 31 der "Heimat" erschienen.

Vielfältig sind die Themen der neuen Ausgabe. So portraitiert Ralf Rogge, Leiter des Stadtarchivs, Solingens ehrenamtliche Bürgermeister von 1946 bis 1997, von Albert Müller bis Gerd Kaimer. "Die Amtszeit der Oberbürgermeister dauerte im Durchschnitt fünf Jahre und acht Monate", schreibt Rogge, der zusammen Beate Battenfeld und Horst Sassin auch als Herausgeber der "Hefte" fungiert. Mit 13 Jahren hatte Kaimer die längste Amtszeit. "So lange, dass ich hier geneigt bin, von einer Ära zu sprechen."

Im zweiten Teil seiner Untersuchung "Solinger Bürger als politische Strafgefangene im Zuchthaus Remscheid-Lüttringhausen 1933 bis 1945" blickt Autor Armin Breidenbach auf die Verfolgungsschicksale einiger der 83 Solinger und drei Solingerinnen, die aus poltischen Gründen im Zuchthaus Lüttringhausen als Strafgefangene oder Untersuchungshäftlinge inhaftiert waren.

Auf dem Titel der neuen Ausgabe der "Heimat" ist ein Besteck-Satz aus dem Jüdischen Museum der Alten Synagoge Wuppertal zu sehen. Messer, Gabel, Esslöffel und Kaffeelöffel stammen aus der brasilianischen Firma Zivi. Gründer der Unternehmens war Paul Zivi, 1899 in Elberfeld geboren. Abgedruckt ist ein 1981 von Carlos Ohliger geschriebenes Porträt: Rückblick auf 50 Jahre Zivi-Hercules. Die Einleitung hat Ulrike Schrader geschrieben: Paul Zivi und seine Solinger Messerschleifer in Porto Alegre.

(mit)
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