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Solingen
Karnevalszug: Polizei plant ohne Videoüberwachung

Solingen. Die Solinger Polizei geht davon aus, dass der Rosenmontagszug in der Klingenstadt in diesem Jahr erneut zu einer großen, vor allem aber friedlichen Party wird - und plant deshalb auch keine verstärkten Sicherheitsvorkehrungen. Das sagte gestern eine Sprecherin des auch für Solingen zuständigen Polizeipräsidiums Wuppertal auf Anfrage unserer Redaktion. Von Martin Oberpriller

Damit schlagen die Verantwortlichen in der Klingenstadt einen anderen Weg ein als ihre ebenfalls zum Präsidium Wuppertal gehörenden Remscheider Kollegen. Die dortige Polizeiführung hatte nach den Gewaltexzessen in der Silvesternacht vor dem Kölner Hauptbahnhof in dieser Woche angekündigt, beim Karnevalsumzug in Lennep unter anderem einen Beweissicherungstrupp mit Videokamera einsetzen zu wollen.

"Das ist in Solingen nicht geplant", stellte die Polizeisprecherin klar. Vielmehr rechne man für den Rosenmontagszug in der Klingenstadt mit einem normalen Verlauf, was dazu führe, dass man das Sicherheitskonzept der Vorjahre beibehalte.

Im Klartext bedeutet dies, dass die Solinger Polizei in der Zeit des eigentlichen Umzugs ausschließlich verkehrstechnische Maßnahmen vornimmt. So gilt es unter anderem, die Zugstrecke durch die Innenstadt abzusperren und die sich daraus ergebenden Umleitungen einzurichten.

Gleichwohl kalkulieren die Verantwortlichen für die Stunden nach dem Zug mit einem erhöhten Einsatzaufkommen. Aus diesem Grund soll am Nachmittag des Rosenmontags eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei bereitstehen, die immer dann eingreift, wenn es beispielsweise zu Schlägereien in Kneipen kommt.

Prinzipiell gilt, dass die örtlichen Polizeibehörden die Einheiten der Bereitschaftspolizei beim NRW-Innenministerium beantragen müssen. Die dortigen Beamten entscheiden dann, wo eine Hundertschaft am ehesten benötigt wird.

Quelle: RP
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