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Aktion Wunschzettel
Keiner geht bei der Bescherung leer aus

Aktion Wunschzettel: Keiner geht bei der Bescherung leer aus
Mehr als 20 Helfer sorgten dafür, dass bei der großen Bescherung im Konzertsaal jedes Kind sein Geschenk in Empfang nehmen konnte. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Die Geschenkausgabe bei der Aktion Wunschzettel strahlten die Mädchen und Jungen einmal mehr, als sie ihre Präsente in Händen hielten. Von Alexander Riedel

Bevor es ans fröhliche Auspacken der in buntes Papier eingewickelten Präsente geht, muss man erst einmal ein Lied singen - diese Tradition beherzigten auch die rund 470 Kinder mit ihren Eltern und Geschwistern, die gestern in den Großen Konzertsaal gekommen waren.

Animiert von Lehrer Jörg Harries an der Gitarre und dem Schulchor der Friedrich-Albert-Lange-Schule sangen viele Gäste unter anderem Rolf Zuckowskis Klassiker "In der Weihnachtsbäckerei" aus voller Kehle mit - und leisteten damit ihren Beitrag zur festlichen Atmosphäre. Die Aktion Wunschzettel der Solinger Tafel hatte wieder einmal viele Menschen zusammengeführt, die sich ein Weihnachtsgeschenk für den Nachwuchs nicht leisten können.

Gegen 16.30 Uhr füllte sich der Konzertsaal mit erwartungsfrohen Besuchern. Manch einer konnte seinen Blick kaum abwenden von den geschmückten Gabentischen. Dort bereiteten sich derweil zahlreiche Helfer auf den besonderen Moment der Geschenkübergabe vor. Kleine Zettel verrieten den Inhalt der von Bürgern eingekauften Pakete: Dort gab es unter anderem Puppenwagen, Lego Dinosaurier, Skateboards, Fußbälle, Vorlesebücher, ein Monopoly-Spiel und einen Spielzeugkran.

Die besondere Aufmerksamkeit hatte offenbar bereits beim Transport eine Sprachpuppe erweckt, wie Friedhelm Funk vom Vorstand der Solinger Tafel mit einem Schmunzeln berichtete: "Sie hat immer wieder etwas von sich gegeben." Dann, als das letzte gemeinsame Lied "Stern über Bethlehem" verklungen war, hellte sich der zuvor leicht eingedunkelte Saal wieder auf - und los ging die Bescherung.

Mit Zetteln ausgerüstet, auf denen die Nummer für ihren Geschenkwunsch eingetragen war, machten sich die Eltern, vielfach mit ihren Kindern auf dem Arm, auf den Weg zu den Tischen - wenig später strahlten viele über ihr Präsent. Wie zum Beispiel die knapp zweijährige Rant, die ein Kinderklavier mit nach Hause nehmen konnte: "Sie hat Spaß an der Musik", verriet ihr aus Syrien stammender Vater Abdullah Alhomsi, der zum ersten Mal an der Aktion teilnahm.

Pakete, die am Schluss liegenblieben, packten die Helfer wieder ein, um sie bei anderen Gelegenheiten zu übergeben. Ein wenig enttäuscht war offensichtlich ein kleiner Junge, der neben Rand auf die Bescherung wartete. Sein Wunsch, ein Spielzeug-Rasenmäher, erfüllte sich nicht: Das Geschenk war offenbar verlorengegangen. Aber auch für diese Fälle waren die Veranstalter gerüstet: Sechs Kindern, denen es ähnlich erging, verhalfen sie mit einem Gutschein im Wert von 20 Euro doch noch zur erhofften Weihnachtsfreude. Und einen Schoko-Nikolaus gab es für jeden sowieso obendrauf.

Quelle: RP
 
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