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Solingen
Kids-Club wünscht sich gesicherte Heimat

Solingen. In der beispielhaften Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern in den Clemens-Galerien weihnachtet es. Von Sandra Grünwald und Günter Tewes

Alle Kinder haben Wünsche an den Weihnachtsmann oder das Christkind. Und um so manchem Kind einen besonderen Wunsch zu erfüllen, steht derzeit ein Weihnachtsbaum im Felix Kids-Club in den Clemens-Galerien, an den die unterschiedlichsten Wünsche gehängt werden. "Die Kinder bekommen von mir einen Zettel", erklärt Pastor Gunter Opitz. Mit diesem Zettel gehen sie auf Geschenkesuche. Bis 20 Euro kann das Gewünschte kosten. Dann wird die genaue Bezeichnung und der Preis auf den Wunschzettel geschrieben.

"Am 20. Dezember werden dann im Felix Kids-Club die Geschenke übergeben", erklärt Opitz. Damit am vierten Advent aber niemand ohne Geschenk nach Hause gehen muss, hat sich die Volksbank etwas einfallen lassen. "Gerade wegen der Flüchtlingskinder", erläutert der Pastor der freikirchlichen Gemeinde "Christen in Aktion pro Solingen" (CIA) . So werden viele gefüllte Socken bereitliegen. "Damit niemand mit traurigen Augen dastehen muss", verspricht Gunter Opitz. Doch bevor das Christkind und der Weihnachtsmann den Kids-Club besuchen, kommt erst noch der Nikolaus. "Die Flüchtlingshilfe Solingen hat mit den Wirtschaftsjunioren und der Walbusch-Stiftung eine Nikolausaktion organisiert", erzählt der Pastor. So wird am 6. Dezember der Nikolaus ab 11 Uhr zu Besuch sein und sich mit den Kindern unterhalten. Auch Gunter Opitz ist als Nikolaus auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs. Um 14 Uhr werden dann im Kids-Club viele gefüllte Nikolausstiefel verteilt. Und für die richtige Stimmung sorgt ein Posaunenchor. So freuen sich alle auf Weihnachten, auch wenn immer noch nicht entschieden ist, wie es mit dem Felix Kids-Club weitergehen wird.

Die großzügigen Räume in den Clemens-Galerien würde Gunter Opitz sehr gerne behalten. "Wir sind noch in Verhandlungen, ob wir nicht doch hierbleiben können", verrät er angesichts der Umbaupläne für die Clemens-Galerien. Bis März wurde dem Kids-Club eine großzügige Karenzzeit gewährt. Ab da würde dann die sechsmonatige Kündigungsfrist laufen. "Das heißt, wir müssten im Herbst 2016 raus." Aber wohin, falls es mit den Clemens-Galerien doch nicht klappen sollte? "Die Stadt sucht mit Hochdruck an einem passenden Objekt für uns", weiß Gunter Opitz, der am liebsten eine eigene Halle bauen würde. "Von Anfang an kindgerecht", sagt er, "aber dazu bräuchte es Investoren." Trotzdem ist er zuversichtlich, dass der Kids-Club eine schöne Heimat finden wird und versichert: "Die Kinder werden nicht auf der Straße stehen."

Der Pastor, den die Kinder Felix nennen und der sich manchmal mit Kostüm in die gleichnamige bunte Kunstfigur verwandelt, hat mit vielen Mitstreitern auf frei gewordenen Ladenflächen in den Clemens-Galerien in der City einen beispielhaften Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche geschaffen. Neben Sport, Spielen und kreativen Aktionen, wird ihnen auch ein Mittagessen ermöglicht, und es wird ihnen bei den Hausaufgaben geholfen. Mehr als 2600 Kinder und Jugendliche sind derzeit angemeldet, sowie rund 1300 Eltern. Opitz: "Wöchentlich betreuen wir circa 800 bis 1000 Kids, Jugendliche und Eltern."

Quelle: RP
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