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Solingen
Kinder entdecken die Natur

Solingen: Kinder entdecken die Natur
Beim Apfeltag pflückten die Aufderhöher Schüler der 3b die Äpfel nicht nur, sie verarbeiteten diese auch gleich weiter - so wie hier Emily (l.) und Aiyana - zu Kompott und Apfelkuchen. FOTO: M. Kempner
Solingen. Die Ernte fällt reichlich aus. Zwei Bollerwagen und zahlreiche Rucksäcke haben Alina, Inga, Tobias, Carla und ihre Klassenkameraden aus der 3b der Grundschule Aufderhöhe gefüllt. Beim Apfeltag unter dem Motto "Solinger Obst für Solinger Kinder" der Stiftung zum Schutz von Tier und Natur konnten die 24 Kinder der Grundschulklasse - unterstützt von Eltern - gestern im Biotop Eickenberg selbst Äpfel sammeln, um sie im Anschluss in der Schule zu Apfelkuchen und frischem Kompott zu verarbeiten. Klassenlehrerin Julia Bemboom bezeichnet den Natur-Praxistag als "Highlight" der Unterrichtsreihe, bei der sie mit den Schülern auch darüber gesprochen hat, wie weit der Transport ist, wenn Äpfel aus Neuseeland kommen. Nadja Aolmann, Mutter eines Kindes, findet den Apfeltag super: Die Grundschüler erleben Natur; das ist etwas anderes, als Obst im Supermarkt einfach in den Einkaufskorb zu legen. Von Günter Tewes

Auf der rund 4000 Quadratmeter großen Streuobstwiese, nur einen kurzen Fußweg von der Aufderhöher Schule entfernt, konnten die Mädchen und Jungs auch auf die 20 Bäume mit elf unterschiedlichen, teilweise alten Bergischen Apfelsorten klettern, die Äste schütteln, die Äpfel in greifbarer Höhe abdrehen - und selbstverständlich ebenso gleich probieren.

Genau um dieses Naturerlebnis, das nachhaltig in Erinnerung bleibt, geht es, erklärt Gerhard Bahmer, Vorsitzender der Stiftung zum Schutz von Tier und Natur: "Wir wollen den Kindern die Möglichkeit geben, Produkte, die hier vor ihrer Haustür wachsen, kennenzulernen. Bei unserem Apfeltag verarbeiten sie das, was sie selbst geerntet haben und können es sinnlich erleben." Die Kinder lernen die Bedeutung heimischer Äpfel, darunter alte Sorten wie Rheinischer Winterrambur, Kaiser-Wilhelm- und Bohnapfel kennen, bei denen keine langen Transportwege anfallen, die nicht mit Spritzmitteln behandelt sind und besonderen Geschmack bieten. Zugleich geht es ums ökologische Wechselspiel: In Nistkästen, die die Stiftung aufgehängt hat, brüten Vögel und drei Bienenvölker sind hier angesiedelt.

Quelle: RP
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