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Solingen
Kirche mittendrin auf dem Zöppkesmarkt

Solingen: Kirche mittendrin auf dem Zöppkesmarkt
Das Team der Kita Sternenhimmel hat zum Zöppkesmarkt-Auftakt am Freitag Waffeln im Souterrain der Stadtkirche gebacken. Der Teig ist ein Spezialrezept. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Im Souterrain der Stadtkirche besetzen Eltern und Erzieher der Kita Sternenhimmel sowie der Frauenkreis, unterstützt von Freunden und Bekannten wieder der Waffelstand. Das hat Symbolkraft für die bunten Seiten der Kultveranstaltung. Von Günter Tewes

Es duftet nach frischen Waffeln. Die gehen im Souterrain der Stadtkirche am Fronhof buchstäblich weg wie die warmen Semmel. "Viele fragen danach und kommen eigens deswegen", heißt es bei Tanja Triebel-Beck, Nadine Kremers, Gioseppa Scagnione und Jacqueline Hofmann vom Eltern-Helfer-Team der evangelischen Kita Sternenhimmel. Seit Jahren werden zum Zöppkesmarkt Waffeln an der Stadtkirche am Fronhof gebacken.

"Das hat bei uns eine lange Tradition", sagt Gemeindeschwester Annette Gärtner. Und traditionell sind zum Zöppkesmarkt-Auftakt am Freitag Eltern und Erzieher des Gemeinde-Kindergartens ehrenamtlich am Waffelstand im Souterrain der Kirche im Einsatz. Heute, Samstag, von 10 Uhr an sowie am morgigen Sonntag ab 11 Uhr nach dem Gottesdienst übernimmt dann der Frauenkreis der Gemeinde, unterstützt von Freunden und Bekannten, den ehrenamtlichen Dienst. Zudem kümmern sich die Konfirmanden um den Getränkestand. Der Erlös kommt der Kita beziehungsweise der Gemeindearbeit zugute, um beispielsweise Anschaffungen für die Kinder und Jugendprojekte zu ermöglichen.

Die Waffeln, die im Souterrain der Stadtkirche nach einem Spezialrezept von Pfarrerin Jutta Degen zubereitet werden, haben Symbolkraft für den Zöppkesmarkt. Es ist eine der vielen bunten, mit viel persönlichem Einsatz getragen Seiten der größten Solinger Veranstaltung, die ja gerade von den zahlreichen Gruppen, Vereinen und Freundeskreisen getragen wird.

Waffeln, Stadtkirche und Zöppkesmarkt - dies sei ein Begriff, betont die Gemeindeschwester. Der Glaube wird dabei ebenso spürbar. Kirche sei noch einmal direkter, sagt Annette Gärtner mit Blick auf die Unterhaltungen, die sich ganz ungezwungen entwickeln. "Wir backen die Waffeln auch, um mit dem Menschen ins Gespräch zu kommen." Das sind mitunter auch Solinger, die sonst eher nicht in den Sonntagsgottesdienst gehen. Annette Gärtner als Gemeindeschwester sowie die Pfarrerinnen Jutta Degen und Friederike Höroldt sind während Zöppkesmarktes jedenfalls in Souterrain der Stadtkirche anzutreffen. Kirche mittendrin - dieses Leitbild der evangelischen Stadtkirchengemeinde soll insbesondere an diesem Wochenende umgesetzt werden: "Wir sind mittendrin auf dem Zöppkesmarkt."

Angesichts des zu erwartenden ausgesprochen schönen Wetters werden heute und morgen Waffeln zusätzlich im Freien auf dem Platz unterhalb des Kirchturms gebacken. Wer hinaufschaut, kann vielleicht die Turmfalken beobachten. Die Greifvögel brüteten in diesem Jahr wieder am Stadtkirchenturm.

Quelle: RP
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