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Solingen
Kirchenempfang: Terror missbraucht Religion als Waffe

Solingen. Die Religion wird nach Ansicht der Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags, Ellen Ueberschär, von Terroristen als Waffe missbraucht. Es sei auch Aufgabe der Christen, den Tätern diese Waffe aus der Hand zu schlagen, erklärte sie am Freitagabend beim Jahresempfang des Evangelischen Kirchenkreises in der Stadtkirche am Fronhof. Zudem stellte sie die Frage, wie persönlicher Glaube und ethisches Handeln zusammenhingen.

In der aktuellen Flüchtlingssituation gebiete die christliche Vernunft "beherztes Handeln", betonte Ueberschär. Dass Sporthallen und Klassenräume angesichts der Schutz suchenden Menschen zweckentfremdet würden, trage auch nicht gerade zum sozialen Frieden bei. Und so wünschte die Referentin "am Vorabend der Reformation den Mut früherer Generationen, das bewältigen zu wollen, was Gott uns heute vor die Füße legt".

Oberbürgermeister Tim Kurzbach sprach sich gegen Notunterkünfte und für eine menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen aus. Er appellierte an die beim Empfang anwesenden Pfarrer, ihre Gottes- und Gemeindehäuser für die Schutzsuchenden zu öffnen. In Wald können so 57 Flüchtlinge in einem Gemeindehaus unterkommen.

(epd/tws)
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