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Solingen
Kita Klingenbande: SPD pfeift eigene Genossen zurück

Solingen. In der Pressemitteilung war gestern Morgen nur von einer "kurzen aber deutlichen Diskussion" die Rede. Doch dies dürfte wohl eher eine Untertreibung gewesen sein. Vielmehr sprachen Teilnehmer der SPD-Fraktionssitzung hernach von heftigen Vorwürfen an die Adresse der eigenen sozialdemokatischen Genossen in der Bezirksvertretung (BV) Mitte.

Denn bei der Fraktionssitzung am Mittwochabend wurde nun der unter anderem von den SPD-Leuten in der BV mitgetragene Widerstand gegen den Namen "Klingenbande" für die neue Kita am Rathaus kurzerhand wieder einkassiert. Die anwesenden Sozialdemokraten votierten einstimmig für die von der Verwaltung vorgeschlagene Bezeichnung, für die sich im Vorfeld bereits die Kita-Eltern ausgesprochen hatten und die auch vom Jugendhilfeausschuss für gut befunden worden war.

"Wir haben unseren Bezirksvertretern mit auf den Weg gegeben, sich in ihrem Gremium für die Umsetzung der entsprechenden Verwaltungsvorlage einzusetzen", sagte SPD-Fraktionsvorsitzende Iris Preuß-Buchholz, die sich darüber hinaus über die zuvor erfolgte Debatte in der BV "mehr als erstaunt" zeigte.

So sei der "gemeinsame Namenswunsch aller Beteiligten eines der einfachsten Beispiele von Bürgerbeteiligung", betonte die Fraktionschefin. Und zudem, so Preuß-Buchholz, sei der Wunsch nach dem Namen "Klingenbande" auch inhaltlich schlüssig.

Der Bezirksbürgermeister von Mitte, SPD-Mann Richard Schmidt, kündigte derweil am Donnerstag an, sich der Mehrheit in der eigenen Partei anschließen zu wollen. Jetzt gelte es, ein Gespräch mit den anderen in der Bezirksvertretung sitzenden Parteien zu führen, sagte Schmidt, der in den vergangenen Wochen einer der Gegner der Bezeichnung "Klingenbande" gewesen war.

(or)
 
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