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Solingen
Kleiderbörse für den großen Tag der Kommunionkinder

Solingen. Ganz in Weiß, gehüllt in fließenden Stoff, nur kleine schlichte Blütenstickereien verzieren das Kleid - so steht Antonia Dabrowski da und schaut kritisch an sich hinunter. Sie sieht wunderschön aus, trotzdem ist sie noch nicht ganz zufrieden. Schließlich will sie an ihrem großen Tag auch ganz besonders schön aussehen.

Der große Tag ist für die achtjährige Antonia die Erstkommunion. "Das ist wie bei einer Hochzeit", sagt ihre Mutter Ewa Dabrowski mit einem Lächeln. Drei Kleider hat Antonia bereits anprobiert. "In einem konnte ich nicht atmen", erzählt sie. Genaue Vorstellungen hat sie, wie ihr Kleid aussehen soll. "Cremig, mit ein paar Stickereien", sagt sie, "oder ganz weiß und mit Stickereien, aber Blümchen." Es sind noch einige da, die sie anprobieren kann, denn Ewa Dabrowski ist mit ihrer Tochter nicht in ein Bekleidungsgeschäft gegangen, sondern in den Gemeindesaal von St. Katharina in Wald. Hier fand jetzt zum zweiten Mal die gemeinsame Kommunionkleiderbörse der Pfarrverbundes Solingen West statt.

"Wir haben das in einem Team organisiert", erklärt Oliver Höller. Ein Team von erfahrenen Müttern, er sei der einzige Mann. Diese Mütter sind es auch, die dann die Eltern und ihre Kinder fachkundig beraten können, bei der Anprobe helfen und Tipps für die Accessoires geben. "Die Idee war, da die Bekleidung nur einmal getragen wird, ist sie noch so gut wie neuwertig", sagt Oliver Höller.

Die Börse gibt den Eltern die Möglichkeit, die Kommunionkleider ihrer Kinder preisstabil weiterzuverkaufen und anderen Eltern die Gelegenheit, günstig an eine Ausstattung zu kommen. "Neu kaufen ist sehr kostspielig", so Höller. Im Gegensatz zum Internet, wo natürlich auch Kommunionkleider angeboten werden, können die Kleider bei der Börse angesehen, angefasst und anprobiert werden. "Bei Anzeigen hat man nur ein Foto", sagt Oliver Höller. Im Laufe des Vormittags haben Eltern rund 80 Ausstattungen - Kleider und Anzüge - abgeliefert, die für die Börse dann im Saal drapiert wurden. Außerdem Schuhe und Zubehör, wie Krönchen und Einstecktücher. Verkauft wird alles vom Organisationsteam, das komplett ehrenamtlich arbeitet.

"Zehn Prozent vom Erlös geht an die Kommunionkinder", verrät Oliver Höller. "Davon wird dann eine Fahrt gemacht oder Ähnliches", ergänzt Sabine Kunert, die sich schon wieder um einen Käufer kümmern darf. Am Abend holen sich die Verkäufer den Erlös oder das unverkaufte Kleid wieder ab.

"Wir wollen das auch im nächsten Jahr machen", kündigt Höller bereits jetzt eine Neuauflage der Kommunionkleiderbörse für das Jahr 2017 an. Um dann ein größeres Angebot zusammen zu bekommen, soll schon im Vorfeld mehr Werbung gemacht werden. Denn die Nachfrage nach Kommunionkleidung ist groß.

(sue)
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