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Solingen
Kleine Entdecker in der Hasseldelle

Solingen. Bei der Ferien-Aktion von Bürgerverein, Rollhaus und Spielmobil haben rund 100 Kinder ihren Stadtteil erkundet. Von Sandra Grünwald

Im Indoor-Spielraum herrscht Hochbetrieb. Hier wurde mit viel Mühe eine Hüpfburg aufgebaut, die den Raum vollständig in Beschlag nimmt. Natürlich sind auf der Hüpfburg jede Menge Kinder am Springen und Lachen. Zu Beginn der Ferien-Aktion "Entdecker-Woche", eine Kooperation des Bürgervereins "WIR in der Hasseldelle", des Spielmobils und des Rollhauses, fanden die meisten Aktionen noch draußen statt.

"Da war eine Hüpfwurst aufgebaut", erzählt Evelina (10). Vorwärts- und Rückwärtsrollen wurden gesprungen. "Ich bin gelaufen, und dann habe ich eine Vorwärtsrolle gemacht", erzählt der begeisterte Vincenzo (7). Als am Mittwoch das Wetter umschlug, kam die Hüpfburg nach drinnen. "Warum sollen wir das abbrechen ? Bewegung ist wichtig für die Kids", sagt Jens Stuhldreier vom Spielmobil. Draußen waren die Kinder auch mit Rollern und Kettcars unterwegs gewesen. "Das Kettcar hatte zwei Anhänger", berichtet Adriano (11). So konnten gleich mehrere Kinder mitfahren. Auch gegrillt haben die Mädchen und Jungen und selbst Hamburger gemacht. Außerdem waren sie mit dem GPS-Gerät unterwegs und mussten bestimmte Orte finden.

"Ziel der Entdecker-Woche war auch, dass die Kinder ihren Stadtteil neu entdecken", erklärt Stuhldreier. Dabei wurden auch die neuen Medien genutzt. Jeden Tag wurde eine Rallye veranstaltet - auch die eigenen Räume an der Rolandstraße wurden neu entdeckt. Es galt, die Ecken zu finden, die auf Fotos zu sehen waren. Kreativ ging es ebenfalls zu. "Wir haben T-Shirts gerollt", erklärt Nicole (10), und Celine (7) macht es gleich vor. Dann wurden diese Shirts in grünes oder rotes Wasser getaucht. Heraus kamen Shirts mit wunderschönen Mustern. "Wir haben Sachen mit Ton geformt, angemalt und getrocknet", berichtet Sara (7). Mäuschen und Schnecken, Förmchen und Gesichter sind so entstanden. Außerdem wurden Masken aus Gips gemacht und bemalt. Die Masken wurden sozusagen auf den Leib geschnitten, denn der Gips wurde direkt auf das Gesicht aufgetragen. Da hieß es: Geduld haben, bis das Material trocknete. Zum Abschluss malten die Kinder Bilder von dem, was ihnen am besten gefallen hat. "Hüpfburg", sind sich Nicole, Adriano und Evelina einig. "Pizza backen", verrät Sara. Und Celine hat am liebsten mit Ton gebastelt.

"Es hat wunderbar geklappt, mit den Kids Spaß zu haben und trotzdem den Stadtteil besser kennenzulernen", freut sich Jens Stuhldreier. Auch die Teilnahme sei grandios gewesen. "Draußen hatten wir um die hundert Kinder, und auch jetzt drinnen sind es 50 bis 60", weiß er. Und auch zwei Jugendliche konnten für die ehrenamtliche Arbeit gewonnen werden. Das Projekt wurde finanziert aus Bundesmitteln über "Kultur macht stark" - und es besteht die Möglichkeit der Fortsetzung. "Aber zuerst", sagt Stuhldreier, "müssen wir alles auswerten."

Quelle: RP
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