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Solingen
Kleine Kita "Arche" mit großem Engagement der Familien

Solingen. Die Kirchengemeinde Dorp feiert am Erntedanksonntag den 20. Geburtstag der Einrichtung an der Eichenstraße.

Damit die Kita "Arche" neben dem Gemeindehaus an der Eichenstraße entstehen konnte, packten vor zwei Jahrzehnten Eltern tatkräftig mit an. Buchstäblich. Pfarrer Klaus Hoffmann erinnert sich beispielsweise an einen ehrenamtlichen Arbeitseinsatz an einem Samstag. "Wir räumten 80 Tonnen Pflastersteine weg." Damals wurden 700 Quadratmeter Parkplatzfläche für den Spielplatz der Kita-Kinder umgestaltet.

"Das Engagement der Eltern war riesig. Ohne dieses Mitwirken wäre es nicht gegangen", schildert Bianca Otto, erste und langjährige Leiterin der Kita. "Das hat zusammengeschweißt - und das merkt man bis heute. Die Familien-Zugehörigkeit ist spürbar." Dies bestätigt ebenso Ulrike Vilter, die der Kita "Arche" derzeit leitet: "Wir haben sehr viel Mitwirkung von Eltern."

Am Erntedanksonntag, 4. Oktober, feiert die Evangelische Kirchengemeinde Dorp den 20. Geburtstag ihrer Kindertageseinrichtung "Arche" an der Eichenstraße 142 mit einem Festgottesdienst ab 11 Uhr für die ganze Familie. Anschließend steht ein buntes Programm mit Kinderschminken, Tombola, Schatzsuche, Bastelaktionen, Essen und Trinken auf dem Programm. Ausklang ist um 15.30 Uhr der Auftritt eines Familienchores unter der Leitung von Kantorin Stephanie Schlüter, bei dem die Besucher mitsingen können.

"Wir laden dazu alle herzlich ein, die sich mit unserer Kita verbunden fühlen", sagt Pfarrer Hoffmann, der von Beginn an als örtlicher Pfarrer am Unnersberg für die Kita mitverantwortlich ist. Wer noch alte Aufnahmen hat, kann die Fotoausstellung über die bewegte Zeit der Kita mit den Bildern ergänzen.

Bereits bei ihrer Eröffnung im August 1995 gehörte die Kita "Arche" mit ihren rund 45 Plätzen zu den kleinen Einrichtungen für Vorschulkinder in der Klingenstadt. Die Evangelische Kirchengemeinde Dorp als Trägerin und das Erzieherinnen-Team um die Gründungsleiterin Bianca Otto nutzten diesen Umstand für ein offenes pädagogisches Konzept, das damals noch eine Seltenheit in der Kita-Landschaft war. Auch heute ist die Kita an der Eichenstraße etwas Besonderes: Wegen fehlender Platzmöglichkeiten war anders als in den meisten Einrichtungen ein Ausbau zugunsten einer U 3-Betreuung nicht möglich. Die"Arche" ist darum eine der wenigen verbliebenen Einrichtungen, in die man sein Kind erst ab drei Jahren geben kann.

Deshalb wurde der Kita schon vor Jahren prophezeit, ohne eine U 3-Betreuung ein Auslaufmodell zu sein. Doch das Gegenteil ist der Fall, wie Leiterin Ulrike Vilter betont: "Wir sind sehr gefragt. Eltern, die ihr Kind erst mit drei Jahren in eine Kita geben möchten, suchen uns bewusst aus."

(tws)
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