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Solingen
Klinikum: FDP kritisiert Kurzbach für "Alleingang"

Solingen. Die Solinger Freien Demokraten fühlen sich bei der Entscheidung für einen weiteren Geschäftsführer im Städtischen Klinikum von der Rathausspitze überrumpelt. "Das ist kein vertrauensvoller Umgang mit Politik und Aufsichtsrat", sagte gestern FDP-Vorsitzender Robert Weindl, der im Zusammenhang mit der Präsentation von Prof. Thomas Standl als künftigem medizinischen Geschäftsführer von einem "Alleingang" durch Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) sprach.

Offenbar, so Weindl, sei es das Ziel, dass der "Aufsichtsrat und die politischen Gremien des Rates die Entscheidung nur noch abnicken". Denn für alternative Überlegungen fehle jetzt angesichts des engen Terminfensters bis 19. Dezember die Zeit. Ob die Liberalen an diesem Tag im Aufsichtsrat sowie im Beteiligungsausschuss ihre Zustimmung erteilen, steht dementsprechend noch nicht fest. "Auch wenn wir den Vorschlag, den ärztlichen Bereich im Klinikum zu stärken, prinzipiell begrüßen, dürfte ein Beschluss ohne weitere und detailliertere Informationen in den Gremien kaum möglich sein", unterstrich FDP-Fraktionsvorsitzender Ulrich G. Müller.

So sei die Beschlussvorlage aus der Verwaltung "sehr dünn" und enthalte keine genauen Angaben, etwa "zu den Kosten für den neuen ehrenamtlichen Geschäftsführer", sagte Müller, der gemeinsam mit Parteichef Weindl den Oberbürgermeister dazu aufrief, die politischen Gremien "nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen". Dies werde man "in Zukunft nicht mehr mitmachen", betonten Robert Weindl und Ulrich G. Müller.

(or)
 
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