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Solingen
Klinikum schreibt rote Zahlen

Solingen. 2015 fiel Minus von 5,7 Millionen Euro an. 2017 soll wieder schwarze Null stehen. Von Martin Oberpriller

Das Klinikum Solingen hat das Geschäftsjahr 2015 mit einem deutlichen Minus abgeschlossen. Wie das größte Solinger Krankenhaus am Dienstag mitteilte, belief sich der Fehlbetrag auf rund 5,7 Millionen Euro.

Dabei hat vor allem die Ende vergangenen Jahres bekannt gegebene Verschiebung des fünften Teilbauabschnitts am Klinikum die Bilanz sprichwörtlich verhagelt. Die Planungskosten für den Neubau beliefen sich bereits auf 3,1 Millionen Euro, die jetzt in der Bilanz auftauchen und zusammen mit einem Minus von rund 2,7 Millionen Euro im eigentlichen Kerngeschäft für den Gesamtfehlbetrag sorgen.

"Das Klinikum wird die bisherigen Pläne wahrscheinlich so nicht weiter verfolgen können", sagte die kommissarische Geschäftsführerin Barbara Matthies mit Blick auf den verschobenen Neubau nach einer Sitzung des Aufsichtsrats am Montagabend. Bei der Zusammenkunft war auch das Minus im operativen Geschäft Thema. Der Fehlbetrag in diesem Bereich hängt damit zusammen, dass 2015 im Klinikum mehr Patienten als sonst mit eher leichten Erkrankungen behandelt wurden. Das führte zu einem Anstieg der Kosten, ohne dass die Einnahmen erhöht werden konnten.

Dabei sind die Verantwortlichen des Klinikums optimistisch, die schwerste Zeit hinter sich gelassen zu haben. "Die Ergebnisse der ersten Monate des Jahres 2016 weisen auf eine positive Entwicklung hin", sagte Aufsichtsrat-Chef Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver. Das erste Quartal sei gut gelaufen. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt", so Müller-Stöver. Ziel sei es, ab 2017 wieder eine schwarze Null zu erreichen.

Im nächsten Jahr sollen darüber hinaus neue Investitionen getätigt werden. So ist vorgesehen, rund eine Million Euro in die Aufzuganlagen im Bettenhaus E zu stecken. Und weiter planen die Klinikum- Verantwortlichen, das medizinische Leistungsspektrum des Krankenhauses zu erweitern. Unter anderem in den Bereich Kardiologie soll ein sechstelliger Betrag investiert werden.

Quelle: RP
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