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Ansichtssache
Köln wäre in Landwehr plötzlich ganz nah

Meinung | Solingen. Ein neuer Haltepunkt der Regionalbahn RB 48 wäre für Pendler aus Wiescheid und Aufderhöhe ein Gewinn. Von Guido Radtke

Es hat von den ersten Planungen Ewigkeiten gedauert, bis im Jahr 2006 die Haltepunkte Mitte und Grünewald den alten Solinger Hauptbahnhof abgelöst haben. Die jeweils verbesserte Anbindung an die diversen Buslinien hat den "Müngstener" damit deutlich attraktiver gemacht. Nun haben die SPD und Grüne angeregt, mit drei neuen Stationen in den ÖPNV-Plan des Landes zu gelangen, um womöglich noch mehr Pendler zum Umstieg auf Bus und Bahn zu bewegen. Einstimmig hat der Rat dem Antrag zugestimmt.

Allen voran steht der vorgeschlagene Halt in Landwehr auf der Strecke der Regionalbahn RB 48 zwischen Köln und Wuppertal. Mit den Einzugsgebieten Wiescheid sowie dem inzwischen dicht besiedelten Aufderhöhe ist der Bedarf gegeben. Bezeichnenderweise hat es an dieser Stelle vor mehr als 50 Jahren schon einmal einen Bahnhof gegeben. Schwierigkeiten dürfte angesichts der örtlichen Gegebenheiten der Bau eines Park & Ride-Platzes bereiten, da der Busbahnhof Aufderhöhe nur einen Katzensprung entfernt ist, müsste nur eine gute Anbindung garantiert werden. Köln wäre plötzlich ganz nah.

Die Umsetzung der Idee, die S-Bahn "S 7" neben dem durchaus sinnvollen Standort Meigen im Niemandsland-Bereich Schmalzgrube einen weiteren Stopp einlegen zu lassen, dürfte nur Kosten verursachen, die in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen werden. Auf der Strecke gibt es schon einen Haltepunkt im Dornröschenschlaf. Immerhin an Wochenenden steigt am Schaberg die Zahl der Fahrgäste, weil sie sich als Ausflugsziel die Müngstener Brücke ausgesucht haben.

Quelle: RP
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