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Solingen
Kontrollen sollen Kriminelle stoppen

Solingen. Großaktion der Polizei fand unter anderem an Solinger Einfallstraßen statt. Von Martin Oberpriller

Es war eine der umfangreichsten polizeilichen Aktionen der zurückliegenden Monate in der Region. Mit einer groß angelegten Kontrolle sind am Dienstag Polizisten im gesamten bergischen Städtedreieck, darunter auch in Solingen, gegen Einbrecherbanden, andere Kriminelle sowie Verkehrssünder vorgegangen.

Insgesamt waren rund 180 Polizisten im Einsatz gewesen, die am Ende des Tages über 3000 Kontrollen in Solingen, Remscheid und Wuppertal durchgeführt hatten - darunter auch Razzien in den jeweiligen Innenstadtbereichen sowie Schwerpunktüberprüfungen an wichtigen Ausfallstraßen. So wurden in Solingen Autofahrer an vier Orten angehalten: an der Bonner Straße in Ohligs, in der Nähe der A 46-Auffahrt in Gräfrath, in der Kohlfurth an der L 74 sowie an der Neuenkamper Straße in Höhscheid. "Diese Punkte bieten sich als Kontrollstellen an, da über diese Straßen ein Großteil des Verkehrs nach und aus Solingen fließt", sagte gestern eine Sprecherin der Polizei.

Dabei ging es bei der gesamten Aktion aber nicht allein um reisende Täter, die vor allem im Bereich der Einbruchskriminalität aktiv sind. Vielmehr standen auch Taschendiebe, die die Fußgängerzonen unsicher machen, sowie Orte, an denen möglicherweise kriminelle Geschäfte über die Bühne gehen könnten, im Fokus der eingesetzten Beamten.

Insgesamt wurden am Dienstag neun Personen festgenomen und sechs offene Haftbefehle vollstreckt. "Wir wollten Präsenz zeigen, um auf diese Weise den Druck auf potenzielle Täter beziehungsweise Kriminelle zu erhöhen", schilderte die Polizeisprecherin. Allerdings standen nicht nur diese Personengruppen im Fokus der Ermittler. Die Polizei nutzte die Großkontrolle auch dazu, Verkehrssünder aus dem Verkehr zu ziehen.

Eine Strategie, die aufging. Denn ganz nebenbei stellten die Beamten fast 300 Verkehrsverstöße fest, wovon fünf für die Betroffenen ernstere Folgen haben dürften. Weil bei diesen Fahrern nämlich der Verdacht bestand, sie könnten Alkohol oder Drogen konsumiert haben, wurde bei ihnen eine Blutentnahme angeordnet.

Quelle: RP
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