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Solingen
Konzept wird angenommen

Solingen. Seit November vergangenen Jahres wird das "Stückgut" in den Güterhallen von einem neuen Pächter-Trio betrieben. Das neue Konzept, aus dem ehemaligen Café ein Restaurant mit Café zu machen, scheint aufzugehen. Von Michael Tesch

"Essen und Trinken ist ein Bedürfnis, Genießen eine Kunst", weiß Gabi Quittmann vom "Stückgut" in den Güterhallen. Im November 2009 hat die Gastronomin zusammen mit dem Koch Bobbi Singh und Bernd Ostrowsky, dem Vorsitzenden des Güterhallen Vereins, das "Stückgut" übernommen. Und das neue Konzept, das sich auch im veränderten Namen zeigt – aus dem Café wurde das Restaurant "Stückgut" – scheint voll aufzugehen. Salopp ausgedrückt: der Laden brummt. Im vierten Versuch, wenn man alle mehr oder weniger wirtschaftlich erfolglosen Betreiber seit der Eröffnung des "Stückguts" einmal zusammenrechnet.

"Unser neues Konzept wird wunderbar angenommen, deshalb sind wir auch sehr glücklich", erklärt Quittmann. Der Erfolg hat allerdings seinen Preis: "Es stimmt, mittlerweile ist es angeraten, vorab einen Tisch zu bestellen, wenn man essen möchte." Angeboten wird eine Mischung aus italienischer, französischer und deutscher Esskultur, "mit leichtem asiatischem Crossover". Wer nur ein Getränk möchte, kann allerdings auch weiter spontan das "Stückgut" aufsuchen, denn der vordere Bereich ist Café-Bereich geblieben.

Neues Lichtdesign

Eigentlich sind es nur kleine Veränderungen, die das neue Betreiber-Trio im "Stückgut" vorgenommen hat, aber diese zeigen positive Wirkung. So wurden neue Lampen im Restaurant gesetzt, so dass der frühere unterkühlte Charme einer Bahnhofhalle einer passenderen Gemütlichkeit gewichen ist. "Die Gäste hatten früher im gesagt, dass ihnen das ,Stückgut' zwar gefalle, es aber nicht so gemütlich sei", nennt Ostrowsky den Grund für die Veränderung der Lichtregie. "Das neue Lichtdesign zaubert verschiedenste Stimmungen in das Lokal", so Quittmann.

Im Frühjahr, rechtzeitig zum Beginn der wärmeren Jahreszeit, soll dann auch der Außenbereich des "Stückguts" neu und attraktiver gestalten werden. "Da kommen neue Pflanzen hin und der Bankbereich neben dem ,Stückgut' soll ebenfalls verändert werden."

Und auch die frühere Selbstbedienung "ist jetzt völlig raus", so Quittmann. Raus sind aber auch die Konzerte, die es früher regelmäßig im "Stückgut" gegeben hatte. "Ich will nicht sagen, dass es hier keine Konzerte mehr geben wird, aber wenn wir eins veranstalten, dann muss es schon etwas ganz Besonderes sein."

Auch Künstler sind zufrieden

Trotzdem müssen Besucher der Güterhallen im Südpark nicht auf Konzerte verzichten, denn die finden jetzt im Atelier "PestProjekt" statt.

Elektrisch verstärkte Gruppen spielen in der Werkstatt, Singer/Songwriter in der ersten Etage des Ateliers. Auch für die in den Güterhallen ansässigen Künstlerinnen und Künstler sind die neuen Pächter ein Glücksfall, wie Peter Amann, der ehemalige Vorsitzende des Vereins, erklärt: "Jetzt müssen wir uns nicht mehr mit Verlusten der Gastronomie beschäftigen, sondern können uns um das kümmern, wofür wir hier sind – nämlich Kunst zu machen."

Reservierungen unter E-Mail: mail@stueckgut.org

Quelle: RP
 
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